drapeau Zypern

 
Carte de Chypre
  • EU-Beitritt: 2004
  • Beitritt zum Europarat: 1961
  • Fläche: 9 251 km2
  • Bevölkerung: 858 000 Einwohner (2014)
  • Hauptstadt: Nikosia
  • Amtssprachen: Griechisch, Türkisch
  • Vorherrschende Religion: Griechische Ortodoxie
  • Staatsform: Republik
  • Staatsoberhaupt: Nicos Anastasiades (Präsident) seit dem 24. februar 2013
  • Regierungschef: die Verfassung sieht keinen Premierminister vor
  • Währung: Euro (seit dem 1. Januar 2008)
  • Telefonvorwahl: + 357
  • Nationalfeiertag: 1. Oktober
  • Liste der zypriotischen Abgeordneten im Europäischen Parlament
 

Geschichte

 
Temple d
Apollotempel, Kourion
©Fremdenverkehrsamt Zypern
Nachdem Zypern seit dem 16. Jahrhundert als Provinz zum Ottomanischen Reich gehört hat, kommt es 1878 unter die Kontrolle Großbritanniens, das es 1914 annektiert. 1925 wird die Insel offizielle Kolonie des Britischen Empire.
 
  • 1931 Erster Volksaufstand gegen die britische Besatzung. Die griechischen Zyprioten verlangen die „Enosis“ (Vereinigung der Insel mit Griechenland). Die Kirche nimmt dieses einigende Motto auf, und Erzbischof Makarios III. stellt sich an die Spitze der anti-britischen Erhebung.
  • 1955-1959 Bewaffneter Kampf der Nationalen Organisation Zypriotischer Kämpfer gegen die Briten. Beginn der Zusammenstöße zwischen griechischen und der türkischen Zyprioten.
  • 1960 Die Unabhängigkeit wird ausgerufen und die Republik Zypern gegründet, in der Griechen und Türken sich die Macht teilen.
  • 1961 Zypern tritt dem Europarat bei.
  • 1962 Es kommt zu Zusammenstößen zwischen griechischen Zyprioten und Angehörigen der türkischen Minderheit, woraufhin die UNO interveniert.
  • 1974 Präsident Makarios III. wird von den Obristen, die in Griechenland an der Macht sind, gestürzt. Als Reaktion auf diesen Staatsstreich und im Namen des bei der Unabhängigkeit geschaffenen Status quo landet die türkische Armee im Norden der Insel und besetzt 37% des Gebiets. Die Insel wird in zwei Zonen geteilt, zwischen denen UNO-Truppen den Frieden aufrecht erhalten.
 
  • 1983 Im Gegenzug zur Gründung der Republik Zypern ruft die türkische Gemeinschaft im Norden die „Türkische Republik Nord-Zypern“ aus (die nur von der Türkei anerkannt wird).
  • 1990 Die Republik Zypern reicht ihren Antrag auf Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft ein.
  • 1999 Im Hinblick auf den Beitritt Zyperns versucht UNO-Generalsekretär Kofi Annan (mit dem Mandat einer Resolution des Sicherheitsrates), den beiden Teilen der Insel eine Lösung mit dem Ziel der Wiedervereinigung zu vermitteln.
  • 2004 Bei einer in beiden Teilen der Insel abgehaltenen Volksabstimmung lehnen die griechischen Zyprioten den Plan zur Wiedervereinigung der Insel ab.
  • 2004 Beitritt zur EU am 1. Mai.
  • 2008 Zypern tritt der Eurozone bei
  • 2008 Der kommunistische Kandidat Demetris Christofias gewinnt am 24. Februar die Präsidentschaftswahlen in Zypern.
 

Nikosia

 
Porte Famagouste , Nicosie
Famagusta-Tor, Nikosia
©Fremdenverkehrsamt Zypern
 
Nikosia wurde am Standort einer Stadt aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. errichtet und erst im 11. Jahrhundert unter der Regentschaft der Frankendynastie der Lusignans zur Hauptstadt der Insel. Seit 1974 ist die Stadt durch die „grüne Linie“, die Demarkationslinie zwischen dem türkischen und dem griechischen Sektor, geteilt und damit die einzige zweigeteilte Hauptstadt in Europa. Der türkische Stadtteil im Norden mit seinem beschaulichen Provinzcharme birgt die Mehrzahl der Baudenkmäler aus der Frankenzeit wie die ehemalige Kathedrale Hagia Sophia, die heute eine Moschee ist. Der griechische Stadtteil hat sich seine alten Stadtviertel mit den venezianischen Befestigungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert bewahrt, ist jedoch ebenso zu einem bedeutenden modernen und dynamischen Zentrum der Wirtschaft und der Politik geworden. Zahlreiche historische und religiöse Bauwerke (Kathedrale, Moschee, venezianische Gebäude) liegen in der Altstadt innerhalb der Stadtmauern, deren drei große Tore wichtige Anhaltspunkte darstellen. Das vielfältige Kulturerbe von Nikosia legt Zeugnis von den unterschiedlichen Einflüssen ab, denen die Insel im Lauf der Jahrhunderte unterlag. So findet man in Nikosia zahlreiche Museen – wie das Zypern-Museum mit Steingutgeschirr aus der Jungsteinzeit, das Byzantinische Museum mit einer herrlichen Sammlung von Ikonen oder auch das Archäologische Museum mit seinem ausgedehnten Labyrinth an Gängen.
 

Das Theater von Kourion

 
Théâtre de Kourion
Theater von Kourion
©Fremdenverkehrsamt Zypern
 
Das griechisch-orthodoxe Fest der Sintflut ist eine echte Eigentümlichkeit der Insel, denn es wird nur hier auf Zypern gefeiert. Es wird am Pfingstmontag begangen, und der Begriff „Kataklysmos“ („Sintflut“) erinnert an die biblische Geschichte von der Arche Noah. Teilweise wird das Fest ebenfalls auf die griechische Mythologie – auf Deukalion, den König von Thessalien – zurückgeführt. Seine Gerechtigkeit soll so groß gewesen sein, dass Zeus ihn verschonen wollte, als er beschloss, die ganze verderbte Menschenbrut zu ertränken. Auf Geheiß baute Deukalion eine Kiste aus Holz, in die er sich mit seiner Gattin flüchtete. Als das Wasser zurückging, ließ es sie am Gipfel des Bergs Parnassos stranden, und ihnen wurde aufgetragen, die Erde mit edleren Menschen zu bevölkern. Dieses Fest, das in den großen Küstenstädten, und besonders in Larnaka begangen wird, besteht unter anderem in einer ausgelassenen Prozession zum Meer. Anschließend bespritzen sich alle gegenseitig mit Wasser und symbolisieren damit die Läuterung von Körper und Geist. Diese alte Tradition, die an die Ursprünge des Fests erinnert, geht heute mit einer ganzen Reihe an kulturellen Veranstaltungen einher. So finden fünf Tage lang verschiedene Wassersportwettkämpfe, Gesangswettbewerbe (Tchattista, bei denen mehrere Gruppen einen Improvisationswettbewerb austragen), traditionelle Tänze und zahlreiche Konzerte statt.
 

Das Fest der Sintflut

 
fête du déluge
©Fremdenverkehrsamt Zypern
 
Das griechisch-orthodoxe Fest der Sintflut ist eine echte Eigentümlichkeit der Insel, denn es wird nur hier auf Zypern gefeiert. Es wird am Pfingstmontag begangen, und der Begriff „Kataklysmos“ („Sintflut“) erinnert an die biblische Geschichte von der Arche Noah. Teilweise wird das Fest ebenfalls auf die griechische Mythologie – auf Deukalion, den König von Thessalien – zurückgeführt. Seine Gerechtigkeit soll so groß gewesen sein, dass Zeus ihn verschonen wollte, als er beschloss, die ganze verderbte Menschenbrut zu ertränken. Auf Geheiß baute Deukalion eine Kiste aus Holz, in die er sich mit seiner Gattin flüchtete. Als das Wasser zurückging, ließ es sie am Gipfel des Bergs Parnassos stranden, und ihnen wurde aufgetragen, die Erde mit edleren Menschen zu bevölkern. Dieses Fest, das in den großen Küstenstädten, und besonders in Larnaka begangen wird, besteht unter anderem in einer ausgelassenen Prozession zum Meer. Anschließend bespritzen sich alle gegenseitig mit Wasser und symbolisieren damit die Läuterung von Körper und Geist. Diese alte Tradition, die an die Ursprünge, des Fests erinnert, geht heute, mit einer ganzen Reihe an kulturellen Veranstaltungen einher. So finden fünf Tage lang verschiedene Wassersportwettkämpfe, Gesangswettbewerbe (Tchattista, bei denen mehrere Gruppen einen Improvisationswettbewerb austragen), traditionelle Tänze und zahlreiche Konzerte statt.
 

Schon gewusst ...?

 
Tourismus
Der weitaus größte Teil der Einnahmen Zyperns stammt aus dem Tourismus. Während sich die Gesamtbevölkerung nur auf 794.000 Einwohner beläuft, zieht die Insel jährlich mehr als 2,7 Mio. Touristen an.
 
Wasser
Da Zypern vollständig von Niederschlägen abhängig ist und häufig unter bedeutenden Dürreperioden leidet, hatte die Insel stets mit Wasserproblemen zu kämpfen. Nach dem Bau zahlreicher Staudämme lassen sich mit einem Meerwasserentsalzungsprogramm heute jährlich zusätzlich 45 Mio. m3 Trinkwasser erzeugen.
 
Kupfer
Die im Jahr 2500 v. Chr. entdeckten Kupfervorkommen ließen die Insel bereits in der Antike zu Ruhm kommen. Dieses Erz, mit dem griechischen Namen „kypros“, gab der Insel seinen Namen.
 
Aphrodite
Aprodite, déesse de la beauté
Aphrodite
©Fremdenverkehrsamt Zypern
Zypern ist der Sage nach der Geburtsort von Aphrodite – der Göttin der Schönheit und der Liebe.
 
 
 
 
Siehe auch