Ungarn
GeschichteKettenbrücke, Budapest ©Hungarian National Tourist Office Trotz der Invasionen der Türken und der Fremdherrschaft durch die Habsburger, ist Ungarn das einzige Land Mitteleuropas, das seit seiner Gründung durch seinen ersten König Stephan den Heiligen im Jahr 1000 ununterbrochen bestanden hat.
Budapest![]() Fischerbasetei, Budapest ©Hungarian National Tourist Office ![]() Gellert-Bad, Budapest Die Stadt Budapest entstand im Jahr 1873 durch die Vereinigung der Gemeinden Buda und Obuda am Westufer und der Gemeinde Pest am Ostufer der Donau. Die Stadtteile auf beiden Uferseiten sind durch neun Brücken über die Donau verbunden. Die Kettenbrücke, die älteste und imposanteste Brücke in Budapest, wurde 1848 erbaut. Die Hügel von Buda, die sich über die weite Ebene von Pest erheben, bergen zahlreiche Überreste aus dem Mittelalter, wie die alte Königsburg, Festungsanlagen oder die barocke Matthiaskirche. Von der Fischerbastei im neo-romanischen Stil eröffnet sich der schönste Rundblick über die Donau und das größte Gebäude des Landes, das Parlament. Das sehr viel jüngere Pest ist das Verwaltungs- und Geschäftszentrum der Stadt. Auf dieser Seite der Donau wurden das Parlament im neo-gotischen Stil und die größte Synagoge in Europa erbaut. Dennoch sind es wahrscheinlich die Thermen, welche die Eigentümlichkeit und den Ruf dieser Hauptstadt ausmachen; denn Budapest verzeichnet mehr als 80 Thermalquellen, die bereits von den Römern genutzt wurden, und ungefähr fünfzig Thermaleinrichtungen wie die Thermalbäder Kiraly, Gellert, Szèchenyi. Budapest steht seit 1987 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die ungarische Küche![]() Ungarische Paprika ©Hungarian National Tourist Office Die ungarische Küche wird als die größte Küche in Mitteleuropa gerühmt. Das typischste Gewürz für Ungarn ist unbestritten der Paprika, der im 17. Jahrhundert von den Türken eingeführt, zunächst von den Bauern benutzt und dann zum charakteristischsten Element der ungarischen Küche wurde. Er ist in unzähligen Varianten erhältlich: Rosen, süß oder scharf. Die Ungarn würzen mit Paprika ihre traditionellen Gerichte wie das berühmte „Gulyas“ (Gulasch) -aber Achtung, es handelt sich dabei um eine Suppe und nicht um ein Ragout-, die Fischsuppe „Halászlé“ und das Geschnetzelte „Pörkölt“. Das Land hat jedoch noch andere, weniger pikante kulinarische Errungenschaften zu bieten: „Palacsinta“ (Palatschinken, d.h. Pfannkuchen) und auch Gänseleber, die häufig gebraten serviert wird. Ungarn, das wie Frankreich für seine Gastronomie große Anerkennung findet, ist ebenfalls für seine Weine berühmt, vor allem für seinen bekanntesten, den Tokajer. Ludwig XIV. sagte übrigens einmal, dieser Wein sei „der König der Weine und der Wein der Könige“. Ungarn hat heute das alleinige Recht zur Verwendung des Namens Tokajer; und so nennt sich der frühere „Tokay Pinot Gris Alsacien“, ein Wein einer anderen Rebsorte, heute nur noch „Pinot Gris“ (Grauburgunder). Frantz Liszt![]() Frantz Liszt ©Hungarian National Tourist Office Ungarn ist ein Land von Musikern und Musikliebhabern. Zu den bekanntesten Namen gehören Franz Liszt, Béla Bartók und auch Zoltán Kodály. Franz Liszt wurde 1811 als Sohn eines Verwalters des Fürsten Esterhazy in Raiding in Ungarn geboren. Seine ersten Klavierstunden erhielt er bei seinem Vater. Das brillante Talent studierte dann in Wien bei Antonio Salieri (Komposition) und bei Karl Czerny (Klavier). Von 1823 bis 1835 vervollkomnete er seine musikalische Ausbildung in Paris, wo er Chopin, Hugo, Lamartine, Berlioz und Heine kennen lernte. Von 1839 bis 1847 unternahm er Konzertreisen in ganz Europa und erlangte eine Berühmtheit, die kein Musiker jemals vor ihm erreicht hatte. Unter dem Einfluss der russischen Fürstin Carolyn Sayn- Wittgenstein beendete er 1847 seine Konzertkarriere. Liszt arbeitete bis 1861 als Kapellmeister am Hof des Großherzogs von Sachsen- Weimar-Eisenach. Danach ließ er sich in Rom nieder und nahm die niederen geistlichen Weihen entgegen. Er starb während der Bayreuther Festspiele im Jahr 1886. Franz Liszt gründete eine Musikakademie in Budapest, wo er auch als Pianist und Dirigent unterrichtet hat. Diesem großen Kenner der ungarischen Volksmusik verdanken wir 19 Ungarische Rhapsodien. Schon gewusst ...?Die Erfindung von Vitamin C Albert von Szent-Györgyi © The Nobel Foundation Der ungarische Biochemiker Szent-Györgyi entdeckte im Jahr 1933 das Vitamin C. Zwar waren auch in Frankreich und den Vereinigten Staaten bereits gute Fortschritte erzielt worden, aber er war der erste, der dieses Vitamin in ausreichender Menge aus Paprik isolieren konnte. Die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland ![]() 1896, die erste U-Bahn Budapests ©Hungarian National Tourist Office In Budapest fährt ab 1896 die erste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent – die weltweit zweitälteste nach der U-Bahn von London, die 1863 in Betrieb gegangen war. Der Rubik-Würfel Der Rubik-Würfel oder „Zauberwürfel“ wurde im Jahr 1974 von dem ungarischen Architekten Erno Rubik erfunden. In den 80-er Jahren ist die Begeisterung für dieses Spiel so groß, dass sogar eine Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Broschüre " Die Union der 25 - Eine neue Dimension für Europa" PDF (3.11 Mb) Broschüre erstellt im Jahr 2005 | Foto des MonatsEuropäische Agenda
11 März 2010 Vom 17 März 2010 bis zum 19 März 2010 |