Espagne Spanien

 
Carte Espagne
  • Beitritt zur EWG: 1986
  • Beitritt zum Europarat: 1977
  • Fläche: 505 957 km2
  • Bevölkerung: 46,5 Millionen Einwohner (2014)
  • Hauptstadt: Madrid
  • Amtssprache: Kastilianisch (spanisch)
  • Wie klingt die spanische Sprache? Hören Sie einen Text auf spanisch!
  • Vorherrschende Glaubensrichtung: Katholizismus
  • Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
  • Staatsoberhaupt: König Felipe VI seit 19. juni 2014
  • Regierungschef: Mariano Rajoy seit dem 31. Oktober 2016.
  • Währung: Euro
  • Telefonvorwahl: + 34
  • Nationalfeiertag: 12. Oktober (Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus)
  • Liste der spanischen Abgeordneten im Europäischen Parlament
 

Geschichte

 
Eglise de la Sainte Famille
Kirche "Sagrada Familia", Barcelona
©Spanisches Fremdenverkehrsamt
 
Mit der Übernahme des Throns von Kastilien durch Isabella I. im Jahr 1474 und des Throns von Aragon durch ihren Gatten Ferdinand II. im Jahr 1479 werden die beiden größten Königreiche endlich vereint und bilden nunmehr das Königreich Spanien. Im 16. Jahrhundert wird Spanien mit der Eroberung der Neuen Welt durch seine Konquistadoren zu einer der einflussreichsten europäischen Mächte.
 
  • 1808-1813 Spanischer Unabhängigkeitskrieg gegen die französischen Besatzer. Die Kolonien in Amerika erringen nacheinander ihre Unabhängigkeit.
  • 1923-1930 Militärdiktatur unter Miguel Primo de Rivera.
  • 1931 Alfons XIII. geht ins Exil. Am 14. April wird die Zweite Spanische Republik ausgerufen.
  • 1936 Die in einer Volksfront vereinten linken Parteien gewinnen die Wahlen. Es kommt immer häufi ger zu Unruhen (Straßenkämpfe), und am 13. Juli 1936 wird der Oppositionsführer Calvo Sotelo ermordet. Eine Militärrevolte unter der Führung von General Francisco Franco markiert den Beginn des Bürgerkriegs.
  • 1936-1939 Im Bürgerkrieg kämpfen Nationalisten gegen Republikaner.
  • 1939-1975 Franco errichtet eine Diktatur.
 
  • 1939-1975 Franco errichtet eine Diktatur.
  • 1939-1945 Spanien bleibt während des Zweiten Weltkriegs neutral.
  • 1955 Spanien tritt der UNO bei.
  • 1975 Tod Francos. Juan Carlos, der Enkel Alfons XIII., wird Staatschef.
  • 1976 Carlos Arias Navarro, der Premierminister des Franco-Regimes, tritt zurück.
  • 1977 Spanien tritt dem Europarat bei.
  • 1978 Eine neue Verfassung für ein demokratisches Staatssystem wird durch Volksabstimmung angenommen.
  • 1982 Spanien tritt der NATO bei.
  • 1986 Spanien tritt der EG bei.
  • 2004 José Luis Zapatero wird am 16. April zum Premierminister der Regierung gewählt.
  • 2008 Die Sozialisten unter Zapatero gewinnen sowohl die Parlaments- als auch die Senatswahlen.
 

Barcelona

 
Plaza del Rey, Barcelone
Plaza del Rey, Barcelona
©Spanisches Fremdenverkehrsamt
 
Barcelona ist die spanische Stadt mit der zweithöchsten Einwohnerzahl und der zweitgrößten Wirtschaftskraft und ganz allgemein eine der bedeutendsten Metropolen in Katalonien und Spanien. Die vor mehr als zweitausend Jahren gegründete Stadt birgt unzählige Reichtümer aus der Zeit der Römer wie die Reste der Stadtmauer, die sich um die Stadt zog, den Augustustempel, die Nekropole und auch die architektonischen Zeugnisse im Untergeschoss des Museums der Stadtgeschichte. Auch der Hafen von Barcelona ist eine bedeutende wirtschaftliche Trumpfkarte. Als wirkliche Drehscheibe des Außenhandels macht er Barcelona zu einem der großen Spieler im europäischen Außenhandel. Barcelona ist ebenfalls ein gefragtes Reiseziel. Seine kulturellen und architektonischen Kleinode (Gotteshaus Sagrada Familia, mittelalterliches Viertel Barrio Gótico, Pedralbes-Kloster, Königspalast, Picasso-Museum, Fundación Juan Miro, Museum der Stadtgeschichte) ziehen Touristen aus der ganzen Welt an. Als eine der schönsten Städte im Mittelmeerraum besticht Barcelona zudem durch einen unglaublichen Charme und Elan, der seinesgleichen sucht.
 
 

Der spanische Stierkampf (Corrida)

 
corrida
©Spanisches Fremdenverkehrsamt
 
Die jahrhundertealte Tradition des spanischen Stierkampfs ist einer der bekanntesten volkstümlichen Bräuche des Landes. Dieser Kampf zwischen Stier und kühnem Torero hat unterdessen auch einen Großteil der anderen europäischen Mittelmeerländer erobert. Die Kunst des Stierkampfs, die im 11. Jahrhundert ihren Ursprung hat, folgt wohl definierten Regeln und erstreckt sich über drei Phasen, genannt „Tercios“, während derer der Torero sich einem Duell mit dem Stier stellt. Auch andere Formen des Stierkampfs sind mittlerweile entstanden, und das berühmte Stierrennen „Encierro“, bei dem versucht wird, so nahe und so lange wie möglich vor dem Stier herzulaufen, ist zweifellos eines der spektakulärsten spanischen Volksfeste. Dieses Fest hat unter anderem dazu beigetragen, den Ruf des spanischen Stierkampfs wie auch des Stierkampfs zu Pferde, der „Rejoneada“ – einer uralten, aber immer noch lebendigen Tradition – außerhalb der Grenzen Spaniens zu mehren.
 

Pedro Almodovar

 
La mauvaise éducation
©AS Communication
 
Der berühmte spanische Filmemacher Pedro Almodóvar wurde am 24. September 1949 in Calzada de Calvatra geboren. Bereits mit 16 Jahren zieht er nach Madrid und versucht dort, an der staatlichen Filmschule aufgenommen zu werden, muss dann jedoch darauf verzichten, nachdem Diktator Franco deren Schließung angeordnet hat. Nach einer Reihe an Gelegenheitsarbeiten fängt er schließlich bei einer Telefongesellschaft an, wo er dann zwölf Jahre lang arbeitet. Das dabei verdiente Geld ermöglicht es ihm, sich seiner Passion – dem Film – zu widmen. Er kauft eine Kamera und produziert zunächst Kurzfilme auf 8 mm. Ab 1970 arbeitet er mit 16 mm-Filmen und dreht seinen ersten Spielfilm „Pepi, Luci, Bom y otras chicas del montón“. Der internationale Durchbruch gelingt ihm mit dem Film „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“, der durch seinen farbenprächtigen und üppigen Stil besticht, welcher Pedro Almodóvar in der Folge zu einer echten Größe in der Filmkunst werden lässt. Sein Talent wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. im Jahr 2000 für den Film „Alles über meine Mutter“, für den er mit dem Preis für die beste Regie auf dem Festival in Cannes sowie mit dem Oscar und César für den besten ausländischen Film geehrt wurde.
 
 

Schon gewusst ...?

 
Die Paella
Paella
 
Die schmackhafte und farbenfrohe Paella ist eines der beliebtesten spanischen Gerichte. Ihr Name, der sich auf die Art der Zubereitung des Reises in der Pfanne bezieht, ist heute auf der ganzen Welt bekannt.
 
Antonio Banderas
Einer der ganz großen Stars dieses Landes ist zweifellos Antonio Banderas, der berühmte Schauspieler aus „Interview mit einem Vampir“ und „Die Maske des Zorro“.
 
Die spanischen Nächte
Die spanische Lebensart ist weitgehend bedingt durch das Mittelmeerklima und die mediterranen Traditionen. Während der Sonnenuntergang in zahlreichen Ländern von der Zeit des Ausruhens und der Stille kündet, steht er in spanischen Gefilden für Geselligkeit und Ausgelassenheit. Die Straßen füllen sich mit Gesängen, Tänzen und traditioneller Musik, sodass es scheint, als schliefen die spanischen Städte nie. Glücklicherweise sind die Spanier auf die Idee der Siesta gekommen, um die verbrauchten Energien wieder aufzuladen!
 
 
 
 
Siehe auch
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.