Slowenien![]()
Geschichte![]() Robba-Brunnen, Ljubljana ©Ambassade de Slovénie en France Im 6. Jahrhundert lässt sich ein slawisches Volk aus dem Osten auf dem heutigen Gebiet Sloweniens nieder. Nach der Annexion durch die Habsburger im 13. Jahrhundert steht Slowenien bis ins 19. Jahrhundert unter Herrschaft des österreichischen Kaiserreichs – ausgenommen die Zeit von 1809 bis 1813, in der das Gebiet unter napoleonische Verwaltung fällt. Trotz dieser langen Fremdherrschaft durch die Österreicher bleibt die slowenische Kultur und Identität lebendig. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt sich eine nationalistische Bewegung, die als Hauptforderung die Abspaltung von Österreich-Ungarn vertritt.
Ljubljana![]() Häuser am Flussufer ©Slowenische Botschaft in Frankreich Der Legende nach wurde Ljubljana von dem griechischen Helden Jason gegründet. Auf seiner Flucht nach dem Raub des Goldenen Vlieses musste Jason sich einem schrecklichen Monster stellen – dem Drachen von Ljubljana, dem heutigen Wahrzeichen der Stadt. Ljubljana trägt die Zeichen einer bewegten Vergangenheit – von der Ansiedlung der Römer im 3. Jahrhundert v. Chr., welche die Stadt „Emona“ nannten, über die Herrschaft der Österreicher, bis hin zur Entstehung des unabhängigen Sloweniens. Wie man auf dem Kongressplatz mit der Statue des Bürgers von Emona sehen kann, ist die Stadt nicht nur für ihre barocken Kunstwerke, wie die prachtvolle Franziskanerkathedrale und den herrlichen Brunnen der Krainer Flüsse, besonders berühmt. Im 19. Jahrhundert verleiht der Architekt Joze Plecnik der Stadt durch zahlreiche Bauwerke wie der National- und Universitätsbibliothek seine Prägung. Dieser ist ebenfalls für einen Teil der schön gestalteten Uferpromenaden am Fluss Ljubljanica verantwortlich, einem Ort der Entspannung und des Flanierens, der von den Slowenen sehr geschätzt wird. Bled![]() Bled ©Slowenische Botschaft in Frankreich Das Bergstädtchen Bled inmitten eines Tales nahe der österreichischen Grenze ist berühmt für seinen See, der als der romantischste See der Alpen gilt. Mitten im See befindet sich eine Insel, zu der man mit dem Boot gelangt und auf der sich eine Barockkirche aus dem 17. Jahrhundert erhebt, deren Glockenturm abends beleuchtet ist. Dieser Ort diente der österreichisch-ungarischen Aristokratie zu Zeiten der Doppelmonarchie als Urlaubsort. Auch heute noch empfangen die zahlreichen luxuriösen Hotels am Seeufer große politische Persönlichkeiten. Der Golfplatz – der älteste in Slowenien – wurde im übrigen bereits 1937 für die Diplomaten erbaut, die nach Bled kamen, und gilt unter Liebhabern dieses Sports auch heute noch als einer der schönsten Golfplätze Europas. Bled ist ebenfalls ein Thermalbad, das für seine heißen Quellen berühmt ist. Alle diese Elemente machen Bled zu einem Aushängeschild des slowenischen Tourismus, der sowohl europäische als auch amerikanische Gäste anlockt. Tomaz Lavric![]() Le Décalogue IV von Tomaz Lavric ©Le serment, Giroud-TBC ©Editions Glénat Der 1964 in Ljubljana geborene Tomaz Lavric, bekannt unter dem Pseudonym „TBC“, ist Illustrator, Karikaturist und Autor von Comics. Seine Werke sind besonders interessant, wenn man einen bestimmten Aspekt aus der slowenischen Mentalität erfassen will. Sei es in seinem wöchentlichen Satire-Comic „Diareja” (seit 1988), in dem er die politische Lage zu Zeiten Jugoslawiens kommentierte, oder in seinem Album „Roter Alarm” (1996), in dem er die Geschichte junger Punks unter dem Kommunismus nachzeichnete, Thomas Lavric veranschaulicht uns, wie die Slowenen die politischen Ereignisse, die ihr Land erschüttert haben, im Alltag erlebten. Berühmt wurde er 1997 mit „Fabeln aus Bosnien”, einer Reihe an Kurzgeschichten über den Bosnienkrieg, und „Ratman”, einer humorigen Parodie über Superhelden, die die Probleme der Stadt Ljubljana lösen. Er ist in Europa für seinen scharfzüngigen Ton bekannt und geschätzt und erhielt bereits zahlreiche Preise, unter anderem den Großen Preis des Festivals von Siders in der Schweiz und den Silbernen Löwen in Brüssel im Jahr 1999. Er zeichnete auch „Bei Gott dem Allmächtigen”, den 4. Band aus der Reihe „Zehn Gebote”. Stets am Puls der Zeit, veröffentlichte er 2001 „Neue Zeiten”, eine Abfolge kleiner Geschichten über den Übergang der ehemaligen kommunistischen Länder zum Kapitalismus. Schon gewusst ...?Das Kozolec Das Kozolec, eine überdachte Holzkonstruktion für die Trocknung und Lagerung von Heu, ist ein ländlicher Architekturstil, den man nur hier in Slowenien findet. Gebirge ![]() ©Slowenische Botschaft in Frankreich
Broschüre " Die Union der 25 - Eine neue Dimension für Europa" PDF (3.11 Mb) Broschüre erstellt im Jahr 2005 | Foto des MonatsEuropäische Agenda
Vom 17 März 2010 bis zum 19 März 2010 Vom 22 März 2010 bis zum 26 März 2010 |