Slovaquie Slowakei

 
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  • EU-Beitritt: 2004
  • Beitritt Europarat: 1993
  • Fläche: 49 035 km2
  • Bevölkerung: 5,42 Millionen Einwohner (2014)
  • Hauptstadt: Bratislava
  • Amtssprache: Slowakisch
  • Wie klingt die slowakische Sprache? Hören Sie einen Text auf slowakisch!
  • Vorherrschende Glaubensrichtung: Katholizismus
  • Staatsform: Republik
  • Staatsoberhaupt : Andrej Kiska Präsident seit 29. März 2014
  • Regierungschef: Robert FICO seit dem 10. März 2012
  • Währung: Euro (seit 1. Januar 2009)
  • Telefonvorwahl: + 421
  • Nationalfeiertag: 1. September
  • Liste der slowakischen Abgeordneten im Europäischen Parlament
 
 

Geschichte

 
Château de Bojnice
Schloss Bojnice, Bratislava
©Sloval Tourist Board
 
Die Geschichte der Slowakei ist geprägt von der Fremdherrschaft durch benachbarte Mächte. Ende des 8. Jahrhunderts wird das Gebiet dem Großmährischen Reich angeschlossen und dann im 10. Jahrhundert in das Königreich Ungarn eingegliedert. Die Zugehörigkeit zu Ungarn setzt sich ab 1867 in Österreich-Ungarn fort.
 
  • 19. Jahrhundert Erwachen des slowakischen Nationalgefühls.
  • 1918 Gründung der Tschechoslowakei nach dem Zusammenbruch von Österreich-Ungarn. Die Slowakei und die tschechischen Länder werden in einem Staat zusammengeschlossen.
  • 1938 Das Münchner Abkommen leitet die Zerschlagung der Tschechoslowakei und die Abtretung des Sudetenlands ein.
  • 1939 Der erste unabhängige Staat Slowakei wird begründet, dieser ist in hohem Maße von Nazi- Deutschland abhängig.
  • 1945 Befreiung des Landes durch sowjetische Truppen im Osten und amerikanische Truppen im Westen. Die Tschechoslowakei wird wiederhergestellt.
  • 1948 Die Kommunisten ergreifen die Macht und richten eine zentralistische Volksrepublik ein.
  • 1968 Prager Frühling: Die reformkommunistische Bewegung unter Führung von Alexander Dubcek wird von sowjetischen Truppen niedergeschlagen. Dies führt innerhalb der Tschechoslowakei zur Einführung einer Art von Föderalismus, in dem eine Slowakische Sozialistische Republik an der Seite des Tschechischen Staats anerkannt wird.
  • 1989 Die Samtene Revolution zieht den Zusammenbruch des kommunistischen Herrschaftssystems nach sich und ermöglicht mit der Machtübernahme durch Vaclav Havel, die Demokratisierung der Tschechoslowakei.
  • 1993 Die Slowakische Republik erlangt die Unabhängigkeit. Das Land tritt dem Europarat bei.
  • 1993-1998 Unter der Regierung des Populisten Vladimir Meciar ist die Slowakei auf internationaler Ebene isoliert. Der Demokratisierungs- und der EU-Beitrittsprozess gerät ins Stocken.
  • 1998 Politische Normalisierung nach dem Sieg von Mikulas Dzurinda bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus. 2002 wird Mikulas Dzurinda an der Spitze einer Mitte-Rechts-Koalition erneut zum Premierminister gewählt.
  • 2004 Beitritt zur NATO und zur EU.
  • 2006 Der Sieger der Parlamentswahlen Robert Fico (Sozialdemokratische Partei) wird Chef der Koalitionsregierung von SNS (rechtsextreme Slowakische Nationalpartei) und HZDS (Volkspartei).
  • 2009 Die Slowakei tritt der Eurozone bei.
  • 2009 Ivan Gasparovic wird erneut zum Präsidenten gewählt.
  • 2010 Iveta Radicova wird Ministerpräsidentin.
 
 

Bratislava

 
Bratislava
Bratislava
©Sloval Tourist Board
 
Im Herzen der unterschiedlichen Königreiche, denen das Gebiet Slowakei über die Jahrhunderte angeschlossen wurde, nahm Bratislava stets eine zentrale Stelle ein. Erstmals erwähnt wurde die Stadt unter dem Namen Brezalauspurc im 10. Jahrhundert, zur Zeit des Großmährischen Reichs, als die Stadt ein militärisches, religiöses und administratives Zentrum war. Sie war von 1526 bis 1783 Hauptstadt des Königreichs Ungarn und wurde von den Ungarn Pozsony und von den Österreichern Preßburg genannt. Im Jahr 1919 nimmt sie als Teil der Tschechoslowakei den Namen Bratislava an. Die auf Ausläufern der Kleinen Karpaten am Ufer der Donau erbaute Stadt verfügt über ein vielfältiges Kulturerbe. Hier kann man zahlreiche Bauwerke entdecken, wie die Sankt-Martin Kathedrale oder die Blaue Kirche - vor allem aber die mächtig über die Stadt ragende Burg, auf der elf Könige und sieben Königinnen des Königreichs Ungarn gekrönt wurden. Die Burg vereinigt die verschiedenen architektonischen Stile, die auch die Stadt durchziehen: Die Fundamente tragen die Spuren der romanischen Epoche, während die verschiedenen Wiederauf- und Erweiterungsbauten für den gotischen Stil aus dem 15. Jahrhundert, die Renaissance oder auch den Barock aus dem 16. Jahrhundert stehen. Heute birgt die Burg die wunderbare Sammlung des Slowakischen Nationalmuseums. Bratislava ist heute ein bedeutendes Tourismus-, und Kulturzentrum und auch industriell von großer Bedeutung.
 
 

Zipser Burg

 
Château de Spis
Zipser Burg
©Sloval Tourist Board
 
Die Zipser Burg ist die größte Festung Mitteleuropas. An der Schnittstelle großer europäischer Verkehrsachsen war der Bau von Festungsanlagen de facto eine Notwendigkeit, um dem Eindringen ausländischer Mächte Einhalt zu gebieten. Demzufolge ist die Slowakei für ihre zahlreichen Burgen und Festungsanlagen berühmt. Die Zipser Burg im Osten der Slowakei steht auf einer 634 m hohen Felsspitze, die das Umland weithin überragt. Sie wurde im 12. Jahrhundert am Standort einer ersten Burg wiederaufgebaut, von der noch einige Überreste bestehen. Sie beeindruckt durch imposante Bollwerke und Befestigungsanlagen, mit denen sie als eine der wenigen Burgen dem Tataren-Einfall des 13. Jahrhunderts wiederstehen konnte. Die Burg, die ursprünglich Eigentum der ungarischen Könige war, bildete mit der Kathedrale und dem Bischofspalast von Zips einen Komplex, der die Region in den Rang eines Verwaltungs- und Wirtschaftszentrums erhob. Seit 1993 stehen diese Bauwerke auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
 
 

Höhlen

 
Grotte de Gombasecká
Gombasecká-Grotten
©Sloval Tourist Board
 
In der Slowakei sind knapp 4.100 Höhlen und Grotten verzeichnet. Die Mehrzahl befindet sich entweder in der Gebirgskette der Niederen Tatra im Südosten der Slowakei, an der Grenze zu Ungarn, oder in der Mittelslowakei, in der Hohen Tatra. Insgesamt sind nur zwölf Höhlen für Besichtigungen geöffnet; die übrigen stehen unter dem Schutz der slowakischen Umweltagentur. Die Tatsache, dass vier dieser Höhlen auf der Liste des UNESCOWeltnaturerbes stehen, zeugt von ihrem großen Wert. Zwei Höhlen sind als besonders interessant aus der Vielzahl hervorzuheben: Die Ochtinska-Höhle mit ihren mehr als 100.000 Jahre alten Aragonitformationen ist in ihrer Art in der Slowakei einzigartig. Ganz anders ist die Eishöhle Dobsinska, die sicherlich eine der schönsten Höhlen in der Slowakei ist. Sie entstand durch einen das Gestein durchfließenden Fluss und wurde im Jahr 1870 entdeckt. Sie ist insgesamt 1.232 m lang, wovon jedoch nur 475 m begangen werden können, und enthält bei einer durchschnittlichen Innentemperatur von - 1°C insgesamt 145.000 m3 Eis in Form von Stalaktiten, Eissäulen und vereisten Wasserfällen.
 
 

Schon gewusst ...?

 
Der Fallschirm
Wussten Sie, dass der Slowake Stefan Banic 1913 aus dem 41. Stock eines Washingtoner Hochhauses sprang, um seine neue Erfindung zu erproben - den Fallschirm?
 
Adriana Karembeu
Kennen Sie das berühmte Model mit den längsten Beinen der Welt? Es handelt sich um die Slowakin Adriana Sklenarikova, bekannter unter dem Namen Adriana Karembeu.
 
Kanu-/ Kajak-Sport
Im Kanu-/Kajak-Sport ist die Slowakei eine der führenden Nationen. Von den sechs Medaillen der Slowakei bei den Olympischen Spielen in Athen im Jahr 2004 wurden vier in dieser Disziplin gewonnen.
 
 
 
Siehe auch
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.