drapeau Suisse Schweiz

 
 
carte Suisse
© Europäische Kommission
 
  • Beitritt zum Europarat : 1963
  • Fläche : 41 285 km2
  • Bevölkerung : 8,14 Millionen Einwohner (2014)
  • Hauptstadt : Bern
  • Amtssprachen : Deutsch, Französisch, Italienisch, Romantsch
  • Religionen : katholisch, protestantisch
  • Regierungsform : Republik
  • Regierungschef : Doris Leuthard (Präsidentin der Eidgenossenschaft)
  • Währung : Schweizer Franken
  • Telefonvorwahl : + 41
  • Nationalfeiertag : 1. August
 
 

Geschichte

 
Château de Gruyères, dans le canton de Fribourg1291 ensteht die Schweizer Eidgenossenschaft, eine Allianz zwischen 3 ländlichen Kantonen. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich diese Allianz ausgeweitet. Jedes Kanton verwaltet sich selbst und die unterschiedllichen Kantone kommen nur dann zusammen, wenn Fragen gemeinsam zu behandeln sind.

Schloss von Gruyères, im Kanton Freiburg
© Julia Slater / swissworld
 
  • 1848 : Die Schweiz wird endgültig ein Staat. Eine Verfassung, die eine zentrale Regierung vorsieht, wird verabschiedet und alle 22 Kantone nehmen diese an.
  • 1863 : Das Internationale Kommitee vom Roten Kreuz wird in Genf gegründet.
  • 1874 : Verschiedene Bewegungen fordern mehr direkte Demokratie. Eine neue Verfassung wird verabschiedet. Diese begründet unter anderem das Prinzip der obligatorischen Volksabstimmung über ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz, sollte ein ausreichender Teil der Bevölkerung dies fordern.
  • 1914-1918 : Die Schweiz bleibt während des 1. Weltkriegs neutral.
  • 1920 : Der Völkerbund wird gegründet. Die Schweiz ist Gründungsmitglied. Der Sitz dieser Institution ist in Genf.
  • 1939-1945 : Die Schweiz bleibt auch im 2. Weltkrieg neutral.
  • 1960 : Die Schweiz ist Gründungsmitglied der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA).
 
  • 1963 : Die Schweiz tritt dem Europarat bei.
  • 1979 : Ein 23. Kanton, der Jura, wird gegründet ohne die Außengrenzen zu modifizieren.
  • 1992 Der schweizer Bundesrat scheitert mit dem Versuch des Beitritts zum europäischen Wirtschaftsraum (EWR), da die Schweizer dies per Volksabstimmung ablehnen.
  • 2000 : Die ersten beiderseitigen Abkommen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union werden von der Bevölkerung akzeptiert. Sie treten ab Juni 2002 in Kraft.
  • 2001 : Die Bevölkerung (77%) spricht sich mehrheitlich gegen die Beitrittsverhandlungen zur EU aus.
  • 2002 : Die Schweiz, schon Mitglied in mehreren Institutionen der UNO, wird vollwertiges Mitglied der UNO.
  • 2008 : Seit dem 12. Dezember nimmt die Schweiz am Schengener Abkommen teil. Die Menschen können ohne Passkontrollen an den Grenzen frei reisen.


 
 
 

Bern

 
Vieille ville de BerneBern ist die Hauptstadt der Schweiz und Hauptstadt des gleichnamigen Kantons. 1848 wurde die Stadt zur ständigen Hauptstadt des schweizer Bundesstaates. Der Sitz der Regierung befindet sich in Bern und ebenso die bundesstaatlichen Einrichtungen (Ministerien) so wie die meisten Bundesinstitutionen wie die Schweizer Nationalbank. Die Stadt ist auch Sitz großer staatlicher Firmen (Post, Bundeseisenbahn, Radio und Schweizer Fernsehen). All das macht Bern zu einer vom Dienstleistungssektor geprägten Stadt.

Gegründet im 12. Jahrhundert an den Ufern der Aar, die die Stadt umgibt, hat die alte Stadt Bern ihre einzigartige Architektur bewahrt mit ihren von Türmen verzierten Häusern, ihren Arkaden, ihren Brunnen, ihren Kellern und Gassen. Sie ist ebenfalls eine mittelalterliche Stadt. Obwohl sie im 18. Jahrhundert renoviert wurde, hat sie ihr mittelalterliches Flair bewahrt. Die alte Stadt Bern gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Bern ist auch bekannt durch seinen Bärenzwinger. "Bär" wäre der Originalname der Stadt gewesen, so erzählt es die Legende. Es sei ein Bär, der bei der Jagd auf dem Gelände des späteren Bern erlegt wurde, der der Stadt ihren ursprünglichen Namen verlieh.

Foto: Die alte Stadt Bern
© Bern Tourism
 
 

Die Uhrmacherei

 
Timbre émis par la Poste en 2005 pour célébrer l'industrie horlogère

Die Schweiz ist einer der Hauptprodukteure von Uhrenartikeln weltweit. In Zahlen ausgedrückt produziert das Land 50% der Weltproduktion. 2003 lag der Durchschnittspreis für eine exportierte schweizer Uhr bei 378 CHF. 2007 gingen 7,7% des schweizer Exports aus dem Uhrenhandel hervor.
Eine Luxusuhr beinhaltet mehr als 300 Einzelteile. Man zählt bis zu 150 Arbeitsstunden für eine wertvolle Uhr und berühmte Uhrmacher arbeiten bis zu 2000 Stunden an ihrem Meisterwerk.
Früher waren die Uhrmacher Bauern, die sich der Uhrenproduktion während des Winters widmeten, wenn es nicht genügend Arbeit auf dem Hof gab. Noch heute sind die Mikromechanik und die Mikroelektronik in einigen ländlichen Regionen wie dem Vallée de Joux, einem Hochtal im Jura, verankert. Aber es sind vorallem Städte des Jurabogens, wie Bienne , Granges, Le Locle oder La Chaux-de-Fonds, die den Großteil der Uhrenindustrie behergen.
Die Schweiz ist ebenfalls bekannt für die weltweit meist verkaufte Uhr aus Plastik: Swatch.

Foto: 2005 von der Post ausgestellte Briefmarke zur Feier der Uhrenindustrie
© swisspost
 

Die Schweizer Schokolade

chocolat

Von den Konquistadoren aus Lateinamerika importiert, wurde die Schokolade lange Zeit von den Spaniern eifersüchtig verteidigt. Im 18. Jahrhundert passierte sie dann die schweizer Grenze. Rasch gründeten sich die ersten kleinen Chocolaterien, die durch ihre hervorragende Qualität blitzartig Anklang fanden. Zu dieser Zeit kam auch die Idee der Mischung von Schokolade und Milch auf. Heute exportieren 18 schweizer Firmen in über 130 Länder. Aber auch vor Ort sind die Schokoliebhaber zahlreich: Von den etwa 160 000 Tonnen Schokolade, die in der Schweiz hergestellt werden, wird fast die Hälfte vor Ort konsumiert. Die Schweizerinnen und Schweizer sind die Weltmeister beim Schokoladenkonsum: 11,7 kg pro Jahr und pro Person im Jahr 2009.

Photo : Schweizer Schokolade
© Nestlé

Texte : chocosuisse.ch
 

Schon gewusst... ?

 
  • CERN: Im Kern der Materie

Au coeur de la matièreCERN, physikalisches Forschungslabor nahe Genf, ist das größte Forschungslabor der Welt. In mehr als 100m Tiefe befindet sich der weltweit stärkste Teilchenbeschleuniger. Er simuliert die Lebensbedingungen Bruchteile von Sekunden nach dem Urknall. Dies ermöglicht Forschern aus der ganzen Welt in den Bereichen der Materienstruktur und der grundlegenden Naturgesetze zu forschen.
Das Forschungszentrum ist ebenfalls dafür bekannt das berühmte "www" ins Leben gerufen zu haben.


© Präsenz der Schweiz 2007
Bundesaußenministerium
www.cern.ch
  • Ein kleines Mädchen in der ganzen Welt bekannt

HeidiHeidi, der Roman der Züricher Schriftstellerin Johanna Spyri, ist ein weltweiter Literaturbestseller und mit Sicherheit eines der größten Erfolge in der Kinderliteratur. Die kleine Waise, von ihrer bedürftigen Tante in die Alpen geschickt, steht als Inbegriff für die besondere Lebensweise in den Alpen. Heidi ist in mehr als 50 Sprachen übersetzt worden. Heidi wurde verfilmt - als Zeichentrick und Serie.

© swissworld.org

  • Solarenergie in der Höhe

    Seit Januar 2008 befindet sich das weltweit grösste Solarkraftwerk auf einer Höhe von mehr als 3500m auf dem Jungfraujoch. Die erzielten Tests haben gezeigt, dass die spezifische Energieleistung der Solarinstallation auf dem Jungfraujoch um ungefähr 70% höher liegt als bei vergleichbaren Installationen auf dem Schweizer Plateau.

 
Quellen der Texte:
www.swissworld.org
www.story.presence.ch/fr
 
 
 
Siehe auch