drapeau St Marin San Marino

 
 
carte Saint Marin
© Europäische Kommission
 
  • Beitritt zum Europarat: 1988
  • Fläche : 61 km2
  • Bevölkerung : 32 166 Einwohner (2014)
  • Hauptstadt : San Marino
  • Amtssprache : Italienisch
  • Religion : Katholisch
  • Staatsform : Parlamentarische Republik
  • Staatschef : 2 "capitani regenti" (regierende Hauptleute) mit einem Mandat von 6 Monaten: Gianfranco Terenzi und Guerrino Zanotti
  • Regierungschef : Gianfranco Terenzi und Guerrino Zanotti
  • Währung : Euro
  • Telefonvorwahl : + 378
  • Nationalfeiertag : 3. September
 

Geschichte

 

Palazzo pendant la nuitSan Marino wurde vor über 17 Jahrhunderten gegründet und ist die älteste Republik der Welt. Sie ist auch die kleinste Republik Europas, nach dem Vatikan und Monaco.




Palazzo nocturne
© Ständige Repräsentation von San Marino im Europarat

 
  • 301 Der Legende nach hat ein dalmatischer Steinhauer namens Marinus, der vor dem Kaiser Diokletian flüchtete, eine christliche Gemeinschaft auf dem Berg Titano gegründet. Auf diese Art wurde die zukünftige Republik San Marino geboren.
  • 1243 Ernennung der ersten beiden Regenten, der "capitani regenti".
  • 885 Der Name San Marino wird zum ersten Mal in einem Dokument genannt mit einem speziellen Verweis auf das Gebiet ( im Pergament “Placito Feretrano/Feretranische Urteil").
  • 1463 Die Republik von San Marino erreicht seine aktuelle Ausdehnung.
  • 1503 Vorübergehende Eroberung des Landes durch Cesare Borgia
  • 1749 Der Kardinal Giulio Alberoni, der damalige päpstliche Legat von Romagna, besetzte die Republik für einige Monaten bis der Papst Clemens XII verordnete, dass er sich zurückziehen solle. Das war das zweite und letzte Mal in der Geschichte San Marinos, dass die Souveränität des Landes derart malträtiert wurde.
  • 1796 Napoleon, Bewunderer dieser kleinen Repubik, würdigte sie indem er ihnen eine territoriale Erweiterung bis zum Meer anbot, aber die San-Marinesen lehnten dies ab.
  • 1849 Giuseppe Garibaldi findet Zuflucht in San Marino und erhält einige Jahre später die san-marinesische Staatsbürgerschaft.
  • 1865 San Marino ist das erste Land Europas und das dritte der Welt, das die Todesstrafe für alle Verbrechen abschafft.
 
  • 1940-45 Während des 2. Weltkrieges bleibt San Marino neutral.
  • 1981 San Marino wählt seine erste Staatschefin Maria Lea Pedini.
  • 1988 San Marino tritt dem Europarat bei.
  • 1991 San Marino unterzeichnet mit der Europäischen Union ein Kooperationsabkommen und Abkommen für eine Zollunion.
  • 1992 San Marino wird Mitgliedsstaat der UNO.
  • 2001 Unterzeichnung einer Währungskonvention zwischen Italien als Vertreter der EU und San Marino. Diese erlaubt San Marino den Euro als offizielle Währung zu benutzen.
  • 2002 Einführung der Euroscheine und -münzen.
  • November 2006 – Mai 2007 Zum zweiten Mal hat die Republik San Marino die Präsidentschaft des Europarats inne. Im Laufe dieses Halbjahres fördert sie den interkulturellen und interreligiösen Dialog, erhält die Unterschrift der Denkschrift zu der Zustimmung zur Zusammenarbeit zwischen dem Europarat und der Europäischen Union. Das Land engagiert sich desweiteren für die Steigerung der Effektivität des Europäischen Gerichthofes für Menschenrechte und startet die Europäische Kampagne gegen Gewalt gegen Frauen.
 

San Marino

 
tourDer Gipfel des Berges Titano, als Weltkulturerbe der Menschheit eingestuft, dominiert die Weite der umliegenden Felsen auf 749 Metern über dem Meeresspiegel. Aus administrativen Gesichtspunkten ist die Republik zusammengesetzt aus neun Dörfern (Castelli). Das historische Zentrum des Landes, ebenfalls UNESCO-Kulturerbe der Menschheit, befindet sich in der Hauptstadt San Marino. Sie empfängt mehr als 2 Millionen Touristen im Jahr.
Man unterscheidet dort 3 Festungsanlagen und Burgen: Der erste Turm heißt "Gaita", der zweite Turm "Cesta", der dritte "Montale". Eines der bemerkenswertesten Monumente des historischen Zentrums ist das Regierungsgebäude oder der Staatspalast, der sich auf dem "Platz der Freiheit" befindet, wo auch die Freiheitsstatue steht.

Foto: Berg Titano
© Ständige Repräsentation San Marinos im Europarat
 

Armbrustschützen, Fahnenschwenker und Gaukler

 
Die Föderation der Armbrustschützen von San Marino, 1956 dank des Willlens und der Hartnäckigkeit ihres Gründers Giuseppe Rossi, erneuert während jeder ihrer Aufführungen einen alten Ritus, der streng anknüpft an die Verteidigung ihres Vaterlandes, der Mauern und Häuser gegen den Verlust ihrer Freiheit.
Früher waren die Armbrustschützen mit der Verteidigung der Mauern und der Freiheit San Marinos betraut. Bestimmte Verordnungen zwangen die "capitani regenti" dazu, die Armbrustschützen mit neuen Pfeilen und Bögen zu versorgen, sollte dies vonnöten sein. Um eben jenen Schützen die Möglichkeit zu geben immer gut trainiert zu sein, legte die 38. Rubrik der Satzung fest, dass jedes Jahr am 3. September ein Wettkampf ("palio") der Armbrustschützen stattfinden solle. Dieses Turnier sollte zum einen den heiligen Marinus ehren und zum anderen den Schützen die Möglichkeit geben ihre Waffen perfekt instand zu halten.nuit médiéval
Diese Tradition, die niemals verloren gegangen ist, wurde im Laufe der Zeit durch Gauklergruppen, Musiker und Fahnenschwenker bereichert, die dieses Spektakel zu einem echten Erlebnis werden lassen.
.

Quelle des Textes : www.visitsanmarino.com
Fotos: Mittelalterliches Fest
© Ständige Vertretung San Marinos beim Europarat
 

Schon gewusst...?

 
  • Die «Istanza d’Arengo »
Dies ist eine Institution der direkten Demokratie. Sie ermöglicht es jedem Bürger alle sechs Monate, wenn ein neues Staatsoberhaupt ernannt wird, einen Antrag bei ihm oder ihr zu stellen um das Parlament über bestimmte Themen von allgemeinem Interesse abzustimmen zu lassen.
  • Das Armbrustschießen
tiro con la Balestra
Das Armbrustschießen ist ein Nationalsport. Jedes Jahr stehen sich die neun Dörfer San Marinos in einem Turnier gegenüber. Desweiteren gibt es auch internationale Wettkämpfe.




© Ständige Repräsetation San Marinos im Europarat

  • Briefmarken und Währung
Die san-marinesischen Briefmarken und die Währung sind sehr beliebt bei ihren Sammlern. San Marino ist einer der seltenen Orte, der die sogenannte "écu" ausgibt, eine Währung in Gold, die einen legalen Wechselkurs hat.
 
Quelle vom Text : www.visitsanmarino.com und die ständige Vertretung San Marinos beim Europarat
 
 
 
Siehe auch
 
 

Foto des Monats

Foto des Monats: Ein Foto vorschlagen

Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.