drapeau MonténégroMontenegro

 
 
carte Monténégro
© Europäische Kommission
 
• Beitritt zum Europarat: 2007
• Fläche : 13.812km2
• Bevölkerung : 624 335 Einwohner (2014)
• Hauptstadt: Podgorica
• Amtssprache: Montenegrinisch, Serbisch
• Religion : Orthodox, Islam und Katholizismus
• Staatsform : Republik
• Staatschef : Filip VUJANOVIC gewählt 7. April 2013
• Regierungschef : Milo Djukanovic seit dem 9. November 2012
• Währung : Euro
• Telefonvorwahl : +382
• Nationalfeiertag : 13. Juli
 

Geschichte

 
Budva, MonténégroDer Name « Montenegro » kommt vom serbischen Crna Gora, was wiederum vom venitianischen monte negro kommt, was „schwarzer Berg“ heißt, in Anlehnung an die dunklen Wälder, die einst die Dinarischen Alpen bedeckten.
Obwohl an der Grenze zum osmanischen Reich gelegen, konnte Montenegro seine Unabhängigkeit während des gesamten 15. Jahrhunderts behaupten. Nachdem es im Jahre 1910 unabhängiges Königreich war, erfuhr es eine Vielzahl von Statusänderungen bevor es im Juni 2006 der letzte europäische Staat wurde, der seine Unabhängigkeit erhielt.


Foto : Budva, Montenegro
© Europäische Kommission

 
  • 1910 : Montenegro wird unabhängiges Königreich
  • 1918 : Montenegro wird Teil Serbiens und der König Nicolas I in Folge dessen abgesetzt. Somit endet die vierzigjährige Unabhängigkeit und Montenegro ist seit 1929 Teil Jugoslawiens.
  • 1943 : Gründung der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, die sich zuerst noch Demokratische Föderation Jugoslawien nannte und dann den Namen Föderative Volksrepublik Jugoslawien nach der Annahme einer neuen Verfassung am 31. Januar 1946 annimmt. Schließlich dann wurde sie 1963 zur Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawiens. Diese hielt an bis zum 15. Januar 1992, als sich vier seiner föderativen Republiken abspalteten.
    1992 : Nach der Abspaltung Sloweniens, Kroatiens, Bosnien-Herzegowinas, Mazedoniens und dem Auseinanderbrechen des ehemaligen Jugoslawiens (1946-1991), wurde eine neue föderative Republik Jugoslawien gegründet. Sie setzt sich aus Serbien und Montenegro zusammen.
  • 2003 : die Föderation wird in die Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro umgewandelt
 
  • 2006: im Mai stimmen 55% der Montenegriner per Referendum für die Unabhängigkeit Montenegros. Das montenegrinische Parlament verkündet die Unabhängigkeit des Landes und die Auflösung der Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro. Es wird der 56. Mitgliedstaat der OSZE und wird als 192. Mitgliedstaat der UNO anerkannt.
  • 2007: Montenegro nimmt durch ein Referendum mit Zweidrittelmehrheit seine neue Verfassung nach mehr als einem Jahr politischer Debatten an. Es wird das 47. Mitgliedsland des Europarates.
  • 2008: der historische Politiker Milo Ðukanovic wird erneut Premierminister während Filip Vujanovic am 6. April zum Präsident gewählt wird. Übereinkünfte mit der EU : Interimsabkommen über den Handel und Begleitabmachungen, Abkommen, das Beschaffen von Visa erleichtert und Übereinkommen über die Wiederzulassung von Personen in irregulärem Aufenthalt
  • 2009 : Aufhebung der Visaverpflichtung für Bürger, die nach Europa einreisen
  • 2010 : Inkrafttreten des Stabilisationsabkommens und Assoziationsabkommens mit der EU. Der Europäische Rat spricht Montenegro den Status eines Beitrittskandidaten zu.
 

Podgorica

 
Centre ville moderne de PodgoricaPodgorica ist das Kultur- und Handelszentrum Montenegros. Ihr Name taucht 1326 auf und die Stadt wurde um fünf Flüsse herum gebaut – die Zeta, die Moraca, die Ribnica, die Cijevna und die Sitnica. Der größte Teil der Stadt wurde während des zweiten Weltkrieges zerstört; deshalb ist Podgorica heute eine relativ neue Stadt mit modernen Gebäuden und durchzogen von Grünflächen. Podgorica ist jedes Jahr Organisator zahlreicher kultureller Ereignisse. Ihr kultureller Reichtum umfasst zahlreiche Theater, wie das Crnogorsko Narodno, das Gradsko und das Theater der Dodest sowie viele kulturelle und historische Zentren außerhalb, wie das Sahat-kula, das Adzi-pasa Osmanagica, die Ruinen von Nemanjica Grad und die der Stadt Doclea.

Foto : Stadtzentrum Podgorica
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Kotor - Geschichts- und Naturwelterbe

 
La baie de KotorKotor liegt entlang einer der schönsten Buchten Montenegros. Mit ihren Häusern und Gebäuden aus dem 12. bis 14. Jahrhundert konnte die Stadt ihren mittelalterlichen Charakter erhalten. Sowohl diese mittelalterliche Architektur als auch das kulturelle Erbe Kotos haben dazu beigetragen, dass die Stadt ein bemerkenswerter Ort geworden ist und nun sogar auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO erscheint. Die Altstadt wird durchzogen von kleinen Gässchen und Plätzen. Auf einem dieser Plätze ragt die Kathedrale Sveti Tripun (Sankt Tryphon) empor, ein romanisches Denkmal und das Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche Sveti Luka (Sankt Lukas) aus dem 13. Jahrhundert, die Kirche Sveta Ana (Sankt Anna) aus dem 12. Jahrhundert, die Kirche Sveta Marija (Sankt Marien), der Prinzenpalast aus dem 17. oder auch das Napoleon-Theater aus dem 19. Jahrhundert sind nur einige der vielen Schätze, die es in Kotor zu entdecken gilt. Zu diesem kulturellen Reichtum architektonischer Art kommen ebenfalls viele kulturelle Ereignisse in Form von sowohl traditionellen als auch modernen Festivals und Karnevalsfeiern hinzu, welche die Stadt jedes Jahr organisiert.

Foto : Bucht von Kotor
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Das Kloster Rezevici

 
Monastère RezeviciDas Kloster Rezevici ist auf einem malerischen grünen Plateau über dem Meer gelegen, an der Uferlandschaft von Petrovac. Eine Legende erzählt, dass es 1226 erbaut wurde. Das Kloster besteht aus zwei Kirchen, Schlafräumen und einem Nebenhaus. Während die kleine Kirche 'Uspenje Bogorodice' ('Entschlafen Mariens') bereits im 13. Jahrhundert erbaut wurde, so wurde die größere der beiden 'Sveta Trojica' ('Kirche der heiligen Dreifaltigkeit'), die auch einen Glockenturm besitzt, erst im 18. Jahrhundert errichtet. Der Künstler Marko Gregovic ist einer der Urheber der Innendekoration der Kirche. Nachdem es im Zuge eines Erdbebens 1979 teilweise zerstört wurde, ist das Kloster nun restauriert worden. Seiner Herrlichkeit und Schönheit hat es das Kloster zu verdanken in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen worden zu sein. Dadurch ist es auch eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Foto: Kloster Rezevici
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Schon gewusst ...?

 
  • Ein traditionelles Instrument: Die Gusla


gusleDie Gusla wird als das traditionelle Musikinstrument Montenegros angesehen. Es wird im montenegrischen Hinterland gespielt um Gedichte zu begleiten. Diese Verse erzählen meist eine Heldengeschichte, die sich um die nationale Geschichte Montenegros rankt.

Die Bedeutung dieses Instruments in der montenegrischen Kultur geht so weit, dass der Fürstbischof Petar II Petrović Njegoš (1813-1851) in seinem Gedicht Der weiße Berg seinen Helden sagen lässt: "In einem Haus, wo man nicht die Gusla spielen hört, in diesem Haus sind die Menschen tot."



Foto: ein Guslaspieler


Quellentext:

Offizielle Seite der Regierung Montenegros : http://www.montenegro.yu/english/naslovna/index.htm

www.destination-montenegro.com
www.diplomatie.gouv.fr;

www.visitmontenegro.com

 
 
 
Siehe auch
 
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.