drapeau Luxemburg

 
Carte
 
  • Beitrit zur EWG: 1957 (Gründungsmitglied)
  • Beitritt zum Europarat: 1949
  • Fläche: 2 586 km2
  • Bevölkerung: 549 680 Einwohner (2014)
  • Hauptstadt: Luxemburg - Stadt
  • Amtssprachen: Französisch, Deutsch, Luxemburgisch
  • Vorherrschende Glaubensrichtungen: Katholizismus
  • Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
  • Staatsoberhaupt: Großherzog Henri
  • Regierungschef: Xavier Bettel ernannt 25. Oktober 2013
  • Währung: Euro
  • Telefonvorwahl: + 352
  • Nationalfeiertag: 23. Juni
  • Liste der luxemburgischen Abgeordneten im Europäischen Parlament
 

Geschichte

 
palais Grand Ducal
Großherzoglicher Palast Luxemburg
Fremdenverkehrsamt Luxemburg
 
Luxemburg wurde im 10. Jahrhundert durch Graf Siegfried gegründet. Seitdem stand das Land unablässig unter der Vorherrschaft einer der großen europäischen Mächte, ob Niederlande, Spanien, Österreich oder Frankreich.
 
  • 1815 Durch den Wiener Kongress wird Luxemburg zum Großherzogtum, bleibt jedoch als 18. Provinz den Niederlanden angeschlossen.
  • 1839 Das Londoner Protokoll bestätigt den unabhängigen Status von Luxemburg auf der Grundlage des Wiener Kongresses und regelt zudem die Beziehungen zwischen Belgien und den Niederlanden. Damit nimmt das Staatsgebiet seine heutige Form an.
  • 1840-1849 Luxemburg steht unter Verwaltung von Wilhelm II.
  • 1867 Im Londoner Vertrag wird einem neutralen Luxemburg immerwährende Unabhängigkeit zugesichert.
  • 1868 Luxemburg gibt sich eine Verfassung.
  • 1890 Die Personalunion zwischen den Niederlanden und Luxemburg wird aufgehoben. Adolf von Nassau besteigt den Thron.
  • 1914-1918 / 1940-1944
    Luxemburg wird von deutschen Truppen besetzt.
 
  • 1944 Die Regierungen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs beschließen die Benelux-Union.
  • 1949 Aufgabe der Neutralität.
  • 1949 Luxemburg ist Gründungsmitglied der NATO.
  • 1949 Luxemburg tritt dem Europarat bei.
  • 1957 Luxemburg gründet mit fünf weiteren europäischen Staaten die EWG.
  • 1964 Großherzogin Charlotte von Luxemburg dankt zugunsten ihres Sohns Jean ab.
  • 1995 Jacques Santer wird Präsident der Europäischen Kommission.
  • 2000 Großherzog Jean dankt zugunsten seines ältesten Sohns Henri ab.
  • 2009 Die Christlich-Soziale Volkspartei (CSV) gewinnt die Wahlen und sichert damit Premierminister Jean-Claude Juncker, der bereits 1995; 1999 und 2004 gewählt worden war, eine weitere Amtszeit.
  • 2014 Der Luxemburger, Jean-Claude Juncker, wird Präsident der Europaïschen Kommission
 

Luxemburg

 
Vue de Lxembourg
Die Stadt Luxemburg
Fremdenverkehrsamt Luxemburg
Luxembourg
 
Die Stadt Luxemburg, die von der UNESCO in den Rang eines Weltkulturerbes erhoben wurde, birgt eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Ihre historischen Rundwege, ihre Baudenkmäler (barocke Kathedrale, Großherzoglicher Palast) begeistern Geschichtsliebhaber. Dank seiner strategisch günstigen Lage stellt Luxemburg eine wirkliche europäische Schnittstelle dar, und die zahlreichen Einrichtungen der Europäischen Union machen die Stadt zu einem bedeutenden „internationalen Akteur“: So sind hier der Europäischer Gerichtshof, der Europäischer Rechnungshof, das Generalsekretariat des Europäischen Parlaments, Eurostat (das statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften), der Übersetzungsdienst, das Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften und die Europäische Investitionsbank ansässig. Das im internationalen Vergleich eher „kleine“ Luxemburg ist dessen ungeachtet eine äußerst dynamische und kosmopolitische Stadt, die einen Besuch auf jeden Fall lohnt.
 
 

Pierre Werner

 
Pierre Werner
Pierre Werner
Europäische Kommission
 
Pierre Werner war einer der wichtigsten Vordenker für die Wirtschafts- und Währungsunion. Dieser Luxemburger hat als Finanzminister und Regierungschef de facto nicht nur mehr als zwanzig Jahre lang die Geschichte seines Landes geprägt, sondern mit seinem Vorschlag zur Schaffung einer europäischen Wirtschaftsunion auch an der europäischen Einigung mitgewirkt. Im März 1970 wird ihm der Vorsitz eines Sachverständigenausschusses übertragen, die einen Bericht mit einem 3-stufigen Konzept für die Umsetzung der Einheitswährung ausarbeitete, welches später „Werner-Plan“ genannt werden sollte. Dieses Projekt, das ursprünglich die Einführung dieser Union noch vor Ende der 70er Jahre vorsah, wurde indessen durch die Weltwährungskrise von 1971 und die Ölkrise von 1973 verzögert. Man musste somit bis zur wirtschaftlichen Stabilisierung von 1979 warten, bis die erste Stufe des Werner-Plans mit der Schaffung des Europäischen Währungssystems (EWS) umgesetzt wurde. Allerdings konnte Pierre Werner erst am 1. Januar 2002, d.h. mehr als 30 Jahre nach der Vorlage seines Plans an die sechs damaligen Mitgliedstaaten, mit der Einführung des Euro erleben, dass sein Traum in Erfüllung ging. Sechs Monate später verstarb Pierre Werner.
 
 

Die Burgen

 
Château
Fremdenverkehrsamt Luxemburg
 
Das Großherzogtum Luxemburg, das jahrhundertelang die Begehrlichkeiten der großen ausländischen Mächte weckte, musste sich mit zahlreichen Burgen absichern. Von den 109 Burgen, die noch im Mittelalter gezählt wurden, haben 76 den Widrigkeiten der Zeit mehr oder weniger gut widerstanden. Die interessantesten davon sind aus historischer und touristischer Sicht die Burg Beaufort, die Burg Bourglinster, die Burg Bourscheid, die Burg Clervaux und die Burg Vianden. Die Burg Beaufort wurde um 1200 erbaut, und ihre bemerkenswerte und gut erhaltene Ruine in schöner Landschaft lohnt auf jeden Fall eine Besichtigung. Die Burg Bourglinster steht auf einem 350 m hohen Felsvorsprung. Die Burg Bourscheid, die größte Burg des Landes, liegt zwischen Rhein und Maas; sie wurde im Jahr 1430 um die große Burgmauer mit einer Vielzahl an Türmchen erweitert. Auch die mittelalterliche Lehnsburg Clervaux aus dem 12. Jahrhundert ist mit ihrer Lage in einem engen und gewundenen Tal einen Abstecher wert. Von allen im romanischen und gotischen Baustil erbauten Lehnssitzen in Europa, ist die Burg Vianden eine der größten und schönsten. Wenn man einen Abstecher in die Zeit der Ritter wagen möchte, ist man in Luxemburg also genau richtig.
 
 

Schon gewusst ...?

 
Robert Schuman
Robert Schuman
Robert Schuman
Europäische Kommission
 
Robert Schuman, einer der Gründerväter Europas und Urheber der Erklärung vom 9. Mai 1950, die als Geburtsurkunde der Europäischen Union gilt, wurde am 29. Juni 1886 in Luxemburg-Clausen als Sohn eines Lothringers und einer Luxemburgerin geboren. Er meinte: „Es ist kein Zufall, dass die Idee für eine Gemeinschaft für Stahl, Eisen und Kohle ausgerechnet von einem Jungen stammt, dessen Eltern erlebt haben, was Krieg bedeutet.“
 
Kleine Burg
Schon der Name Luxemburg, der von „lucilinburugh“ für „kleine Burg“ hergeleitet ist, deutet darauf hin, dass das Großherzogturm sich zahlreicher Burgen rühmen kann.
 
Drei Amtssprachen
In Luxemburg sind drei Amtssprachen anerkannt: Luxemburgisch (Letzebuergisch), Französisch und Deutsch, wobei das Luxemburgische in der Schule nach dem Französischen und dem Deutschen unterrichtet wird. Die Dreisprachigkeit des Landes steht für die Offenheit nach außen und die Gastfreundschaft des Landes.
 
 
 
 
Siehe auch
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.