Italie Italien

 
Carte
 
  • Beitritt zur EWG: 1957 (Gründungsmitglied)
  • Beitritt zum Europarat: 1949
  • Fläche: 301 253 km2
  • Bevölkerung: 60,78 Millionen Einwohner (2014)
  • Hauptstadt: Rom
  • Amtssprache: Italienisch
  • Wie klingt die italienische Sprache? Hören Sie einen Text auf italienisch!
  • Vorherrschende Glaubensrichtung: Katholizismus
  • Staatsform: Republik
  • Staatsoberhaupt: Sergio Mattarella (Staatspräsident) gewählt 31. Januar 2015
  • Regierungschef : Paolo Gentiloni seit dem 11. Dezember 2016.
  • Währung: Euro
  • Telefonvorwahl: + 39
  • Nationalfeiertag: 2. Juni
  • Liste der italienischen Abgeordneten im Europäischen Parlament
 
 

Geschichte

 
Colisée
Kolosseum, Rom
 
Aufgrund seiner Reichtümer und seiner strategischen Lage ist Italien viele Jahre lang Objekt der Begehrlichkeit der mächtigsten Monarchen Europas gewesen. Nach der Beherrschung durch Kaiser Karl V. im 16. Jahrhundert, dann durch Napoleon im 19. Jahrhundert, gelingt es Italien erst spät, Einheit und Stabilität zu erringen.
 
  • 1815-1831 Besetzung durch die Österreicher infolge des Wiener Kongresses. Geheimbünde wie die „Carbonari“ schließen sich zusammen, um für die nationale Einheit zu kämpfen.
  • 1831 Giuseppe Mazzini gründet einen neuen Geheimbund – „Junges Italien“ (Giovine Italia) – für die Befreiung und die Vereinigung Italiens.
  • 1848 Das Königreich Piemont-Sardinien fördert die Unabhängigkeitsbewegung, um die österreichischen Truppen zu vertreiben.
  • 1861 Ausrufung des Königreichs Italien. Krönung von Viktor Emanuel II. am 27. April.
  • 1871 Rom wird Hauptstadt von Italien.
  • 1882 Italien unterzeichnet den Dreibund mit Deutschland und Österreich-Ungarn.
  • 1915 Obwohl der Dreibund 1907 erneuert worden war, tritt Italien in den Krieg gegen Deutschland ein.
  • 1920 Italien unterzeichnet den Rapallo-Vertrag mit Jugoslawien.
  • 1922 Viktor Emanuel III. beauftragt Benito Mussolini mit der Bildung der neuen Regierung.
  • 1926 Mit der Verkündigung der faschistischen Gesetze wird eine Vielzahl an Grundfreiheiten eingeschränkt.
  • 1939 Unterzeichnung des Stahlpakts mit Deutschland.
 
  • 1940 Italien stellt sich im Zweiten Weltkrieg auf die Seite Deutschlands.
  • 1946 Proklamation der Republik.
  • 1949 Italien ist Gründungsmitglied der NATO.
  • 1949 Am 5. Mai tritt Italien dem Europarat bei.
  • 1957 Italien gründet mit fünf weiteren Ländern die EWG.
  • 1970-1980 Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes ziehen eine Welle an Gewalt nach sich: Ministerpräsident Aldo Moro wird ermordet.
  • 1999 Der ehemalige Ministerpräsident Romano Prodi wird für die Amtszeit 1999-2004 zum Präsidenten der Europäischen Kommission ernannt.
  • 2001 Silvio Berlusconi wird zum Ministerpräsidenten ernannt.
  • 2006 Das Mitte-links-Bündnis, angeführt vom ehemaligen Präsidenten der Europäischen Kommission Romano Prodi, entscheidet die Parlamentswahlen für sich.
  • 2008 Silvio Berlusconi gewinnt die Parlamentswahlen, die auf Grund des Misstrauensantrags gegen die Regierung von Romano Prodi vorgezogen wurden.
  • 2014 Italienische Präsidentschaft des EU Rates
 
 

Rom

 
Place de Venise
Piazza Venezia, Rom
 
Glaubt man der Legende aus der „Aeneis“ des Dichters Virgil, so wurde Rom im Jahr 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Seither hat die Stadt Julius Caesars sich unablässig zu einem kulturellen, künstlerischen und intellektuellen Anziehungsfeld weiterentwickelt. Das immense Kulturerbe macht aus Rom eine Stadt mit internationaler Ausstrahlung. Die zahlreichen legendären Paläste, Museen und Baudenkmäler der italienischen Hauptstadt legen von ihrer ruhmreichen Vergangenheit Zeugnis ab: Das Forum Romanum, das Castel Sant’Angelo, die Museen des Vatikan, das Kolosseum, der Trevi-Brunnen, der Petersplatz. Das Römische Reich hat der Stadt in der Tat eine beachtliche architektonische Vielfalt beschert, und auch der Vatikanstaat, Sitz des Papstes, trägt noch zur Mannigfaltigkeit und zum internationalen Prestige der Ewigen Stadt bei. Rom ist ein wahrhaftiges Sammelbecken der Kunst und ein echtes historisches Kleinod. Auch ihr einzigartiger Charme und ihre Gastfreundlichkeit lassen die Stadt zu einem Reiseziel werden, das man einfach gesehen haben muss.
 
 

Italienische Gastronomie

 
pâtes

pizza
©touristie.com
 
Der ausgezeichnete Ruf der italienischen Gastronomie ist hinreichend belegt. Die Vielfalt und die Originalität ihrer Spezialitäten sind rund um den Globus bekannt. Am beliebtesten sind die Nudeln, die wesentlichste Zutat der italienischen Küche. Ihre unermessliche Vielfalt in Form und Geschmack machen sie einfach zu einem Muss: Spaghetti, Tortellini, Maccaroni, Penne, Tagliatelle, usw.. Sie werden mit einer Carbonara-Soße, mit Pesto oder nur mit Tomaten, Knoblauch, Basilikum oder Olivenöl gegessen, und manche – wie Tortellini und Ravioli – haben eine köstliche Füllung. Italien ist ebenfalls die Heimat von Pizza, Tiramisu, richtigem Espresso und Cappuccino, von Käsespezialitäten (Mozzarella, Parmesan, Gorgonzola), Wurstwaren (Salami, Parmaschinken, Coppa), Weinen (Chianti, Marsala) und Likören (Strega, Galliano). Die italienische Gastronomie zeichnet sich auch durch ihre regionale Vielfalt aus. Der Piemont und das Aosta-Tal sind für ihre weißen Alba-Trüffel und ihre Gnocchi berühmt, die Lombardei für ihre typische Wurst „Luganega“ und ihren Mascarpone, Venetien und das Friaul für ihre Polenta. Ein durchschnittlicher Mahlzeiten-Tagesablauf in Italien sieht folgendermaßen aus: Frühstück „Colazione“, dann das recht reichhaltige Mittagessen „Pranzo“ mit Nudeln und Fleisch oder Fisch und das leichtere Abendessen „Cena“.
 

Renaissance

 
rennaissance
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Die Renaissance ist eine geschichtliche Epoche, die in Westeuropa von Anfang des 15. bis Ende des 16. Jahrhunderts dauerte. Sie war eine Zeit des Übergangs zwischen Mittelalter und Moderne, in der sich eine Reihe an politischen, wirtschaftlichen, sozialen, intellektuellen und vor allem kulturellen und künstlerischen Veränderungen vollzog. Die Renaissance hat ihre Ursprünge in Italien, und hier zeigt sie sich auch -vor allem in der Malerei, Architektur und Bildhauerei- in ihrer herrlichsten Pracht. In der Malerei schufen Künstler wie Leonardo da Vinci, Michelangelo, Raffael und Tizian herrliche Meisterwerke wie „Das Abendmahl“ von Leonardo da Vinci. Philosophen wie Tommaso Campanella, Gelehrte wie Galilei, Forscher wie Machiavelli, Dichter wie Ariosto und Musiker wie Monteverdi leisteten Hervorragendes in ihren Gebieten und ließen Italien zur Heimat der künstlerischen und intellektuellen Erneuerung werden. Die Renaissance äußerte sich ebenfalls im Bau architektonischer Meisterwerke, und Städte wie Florenz, Rom, Venedig, Mailand und Neapel wurden zu unbestrittenen Zentren des Glanzes und der Pracht von Bildhauerei und Architektur.
 
 

Schon gewusst ...?

 
Allessandro Volta
Der Italiener Alessandro Volta erfand 1799 die elektrische Batterie aus übereinander geschichteten Kupfer- und Zinkplatten mit zwischengelagerten imprägnierten Stoffstücken. Mit diesem System revolutionierte er die Welt der Wissenschaft und verewigte seinen Namen in der Geschichte großer Erfindungen.
 
Die Vulkane
 
volcan
 
Italien ist – geologisch gesehen – ein „junges“ Land. Als Folge daraus gibt es auf dem italienischen Staatsgebiet einige noch aktive Vulkane wie den Vesuv, den Ätna, den Vulcano und den Stromboli.
 
Ferrari
Wie könnte man „Italien“ sagen und nicht an „Ferrari“ denken?
Die rote Legende verdankt ihr internationales Renommee ihrem Schöpfer Enzo Anselmo Ferrari, der am 18. Februar 1898 in Modena geboren wurde. Wer hätte gedacht, dass dieser Mann durch die Gründung der „Scuderia Ferrari“ im Jahr 1929 Automobilgeschichte schreiben würde?
 
 
 
 
Siehe auch