Irland
GeschichteKlosterruine Clonmacnoise, Offaly ©Tourisme irlandais Im Jahr 1800 wird der „Act of Union“ unterzeichnet, mit der sich die Königreiche Großbritannien und Irland zusammenschlossen. Im wirtschaftlichen Bereich spitzen sich die Unterschiede jedoch im 19. Jahrhundert zu: Während in Großbritannien die Industrialisierung Einzug hält, vollzieht sich in Irland eine Entindustrialisierung.
Cork© Cork Guide ![]() ©Tourisme irlandais Cork, dessen irischer Name („Corcaigh“) „Sumpfland“ bedeutet, wurde im Mittelalter an den sumpfigen Ufern des Flusses Lee gegründet. Die Stadt an der Südwestküste ist heute – nach der Hauptstadt Dublin – die zweitgrößte Stadt in Irland. Sie soll von dem Heiligen Finbarr gegründet worden sein, welcher der Sage nach auch den letzten Drachen in Irland bezwungen haben soll. Wegen der zahlreichen Aufstände und Kämpfe für die Unabhängigkeit Irlands, die hier ausgefochten wurden, wird sie häufig auch „Rebel Cork“ genannt. Während des Unabhängigkeitskriegs wurde das Stadtzentrum 1920 von der britischen Söldnertruppe „Black and Tans“ als Vergeltungsmaßnahme praktisch vollständig zerstört und niedergebrannt. Nichtsdestotrotz hat Cork sich eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten erhalten: seine Häuser und Türme im Georgianischen Stil, seinen malerischen Hafen, die imposante Kathedrale des Heiligen Finbarr, die Shandon-Kirche und das kleine Kunsthandwerkszentrum „Butter Exchange“, wo man insbesondere Porzellan, Schmuck und Wollwaren kaufen kann. Gruselliebhaber sollten sich die Besichtigung des ehemaligen Gefängnisses „Cork City Goal“, das zum Museum umgebaut wurde, nicht entgehen lassen. Mit ihren 140.000 Einwohnern, davon 25.000 Studenten, ist Cork heute eine betont moderne Stadt mit einem intensiven kulturellen Leben, die von der Europäischen Union zur Europäischen Kulturhauptstadt 2005 ernannt wurde. In diesem Rahmen werden sein Filmfestival und das im Oktober stattfindende Jazz- Festival sein Ansehen vermehren. Saint Patrick![]() ![]() ©Tourisme irlandais Der Heilige Patrick ist der Schutzpatron der Iren. Der Legende zufolge soll er sich in Irland niedergelassen und ganz dem religiösen Leben verschrieben haben. Als Bischof mühte er sich, den katholischen Glauben im Land zu verbreiten. In seinen Predigten benutzte er das Kleeblatt als Bild für die Heilige Dreifaltigkeit – Vater, Sohn und Heiligen Geist. Heute wird das Kleeblatt häufig der Huldigung für den Heiligen Patrick zugeschrieben, ist jedoch inzwischen vor allem das nationale Wahrzeichen Irlands geworden. Die „Leprechauns“ sind ein weiteres Symbol St. Patricks. Dieser Name, der vom irischen „Lechorpan“ für „Kobold“ hergeleitet ist, bezeichnet ein mysteriöses Fabelwesen mit Bart, roten bzw. weißen Haaren und spitzen Ohren. Diese kleinen, häufig grün gekleideten Wichte mit hohem Hut gelten als pfiffig und leicht boshaft und sollen Glück und Wohlstand bringen. Das „Saint Patrick“-Fest wird jedes Jahr am 17. März, dem Todestag des Heiligen, mit Straßenparaden, Festessen, reichlich Bier und vor allem Whisky gefeiert. James Joyce![]() Statue von James Joyce, Dublin ©Tourisme irlandais Des großen irischen Schriftstellers James Joyce, der 1882 in Dublin geboren wurde, wird heute in ganz Irland gedacht. Nach der Ausbildung an einer Jesuitenschule studierte James Joyce Sprachen und Philosophie am University College in Dublin. 1902 reiste er nach Frankreich und ließ sich dann mit seiner Frau in Italien, in Triest, nieder, wo er Englisch unterrichtete. 1912 ging er nochmals für einen kurzen Aufenthalt (den letzten) nach Irland und versuchte, seinen ersten Roman „Dubliners“ zu veröffentlichen, der schließlich im Jahr 1914 herauskam. Die darauffolgenden Jahre, die mit dem Erscheinen des Theaterstücks „Exiles“ und dem Roman „Ein Porträt des Künstlers als junger Mann“ sehr viel fruchtbarer waren, begründeten seinen Ruf. Diese wurde noch untermauert durch seinen Roman „Ulysses“, der 1922 veröffentlicht wurde und als besonders innovatives Werk gilt. James Joyce reiste viel – unter anderem in die Schweiz, nach Deutschland und nach Frankreich, wo er im Jahr 1939 wohnte, als mit „Finnegan’s Wake“ (Finnegan’s Totenwache) das letzte, zu seinen Lebzeiten veröffentlichte Buch erschien. Schon gewusst ...?Das Pub ![]() Ein Aufenthalt in Irland ohne ein gutes Bier in einem „Irish Pub“ ist einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt so viele Pubs hier, dass man eigentlich nicht an ihnen vorbeikommt. Dort wird man gastfreundlich aufgenommen – außer man ist Zigarettenliebhaber, denn seit 2004 ist es per Gesetz verboten, am Arbeitsplatz oder im Pub zu rauchen. Hurling Wenn man von einem Sport sagen kann, er sei fester Bestandteil der irischen Identität, dann vom Hurling. Diese Sportart, die zu Pferde mit dem „Sliotar“-Lederball und dem „Caman“-Schläger gespielt wird, ist das älteste Feldspiel Europas. U2 Kennen Sie U2, diese legendäre Rock-Band, die jede Konzerthalle mit aufpeitschenden Gitarrenklängen zum Beben bringen? Diese vier Iren, die sich seit ihrem Debüt im Jahr 1978 nie getrennt haben, sind heute große internationale Stars. Broschüre " Die Union der 25 - Eine neue Dimension für Europa" PDF (3.11 Mb) Broschüre erstellt im Jahr 2005 | Foto des MonatsEuropäische Agenda
11 März 2010 Vom 17 März 2010 bis zum 19 März 2010 |