Interview

Jean-Louis de Valmigère
Generalsekretär des Festivals "Cultures et saveurs d'Europe" (Kulturen und Geschmäcker Europas)

Jean-Louis de Valmigère, Generalsekretär des Festivals Cultures et Saveurs d'Europe (Kulturen und Geschmäcker Europas) lässt uns an seinen Eindrücken von der Erstausgabe des Festivals, das vom 10. bis 13. Juli 2008 in Straβburg stattfand, teilhaben. Für ein paar Tage hatte sich die elsässische Hauptstadt zur Hauptstadt der europäischen Gastronomie gewandelt: mit Gesprächsrunden, Konferenzen, Verköstigungen für Schlemmer sowie der Präsentation europäischer Produkte und der verschiedenen Gewerbe.

Wir sind gespannt auf die nächste Ausgabe des Festivals 2009! Und wenn Sie nicht so lange warten möchten, schauen Sie doch mal bei Jean-Louis de Valmigère in einer seiner beiden "Winstube" mitten im Zentrum von Straβburg vorbei: "Chez Yvonne" am Straβburger Münster oder "Zuem Strissel" am Place de la Grande Boucherie.

Q: Vom 10. bis 13. Juli 2008 fand in Straβburg zum ersten Mal das "Festival der Kulturen und Geschmäcker Europas" statt. Wie ist diese Idee entstanden?
R: Die Idee wurde in Folge einer Tagung der Tourismusbeauftragten in Straβburg geboren. Wir suchten nach einer Möglichkeit, den weniger ereignisreichen Monat Juli zu gestalten. Nach und nach ist die Idee eines Gastronomiefestivals, welches den europäischen und kulturellen Aspekt miteinbeziehen sollte, entstanden. Die Fachleute haben sich zusammengetan, den Verein "Cultures et Saveurs d'Europe" gegründet und ein Programm ausgearbeitet. Das hat drei Jahre in Anspruch genommen, da viele verschiedene Fachbereiche miteinbezogen wurden.
Q: Welche Veranstaltungen standen dieses Jahr auf dem Festivalprogramm?
R: Dieses Jahr war erst ein Probelauf:
Es gab einen europäischen Kongress im Europarat. Deutschland, Italien, Spanien, Belgien, Irland, Groβbritannien, Island, die Schweiz, Norwegen und Frankreich waren vertreten.
Am Fuβe des Münsters wurden europäische Produkte in einem "Europadorf" vorgestellt. Besonders England, Rumänien und Spanien wurden repräsentiert, sowie die europäischen Backwaren und Käsesorten.
Auch das europäische Bankett, organisiert von den Gastwirten in der Innenstadt, war ein groβer Erfolg.
Und nicht zuletzt zog ein Ochse am Spieβ die Massen an...
Auβerdem hatten zehn Privatpersonen die Ehre, einen europäischen Chefkoch in ihrer Küche zu empfangen, der für sie und zwölf berühmte Gäste kulinarische Köstlichkeiten aus Europa auf den Tisch brachte (Off-Festival).
Q: Wie sind ihre ersten Eindrücke nach diesem "Probelauf"?
R: Es war ein sehr groβer Erfolg, wie die Presseartikel bestätigen:
- 304 Kongressteilnehmer
- 30 000 Besucher im Europadorf (wo wir den Kindern insgesamt 8000 Gläser Milch angeboten haben)
- 3800 Mahlzeiten wurden beim europäischen Bankett in der Innenstadt serviert
- 119 Gäste beim Off-Festival
Q: Schon Ideen für das Festival 2009?
R: Wir sind voller Ideen! Z;B; um die zehn Dörfer verschiedene europäische Nationalitäten errichten, einen Schlemmermarkt und einen Kochbüchermarkt veranstalten, den Kongress auf die europäischen Regionen ausrichten, ...
Q: Können Sie uns europäische Rezepte empfehlen, die uns schonmal Appetit machen?
R: Lesen Sie das Buch "Cultures Culinaires d'Europe", herausgegeben vom Europarat: Es beschreibt sehr anschaulich die Vielfalt und den Reichtum der europäischen Küche und enthält mindestens ein Rezept pro Land.
(erhältlich in französischer und englischer Sprache)
 
 

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