Grèce Griechenland

 
Carte Grèce
 
  • Beitritt zur EWG: 1981
  • Beitritt zum Europarat: 1949
  • Fläche: 131 957km2
  • Bevölkerung: 10,99 Millionen Einwohner (2014)
  • Hauptstadt: Athen
  • Amtssprache: Griechisch
  • Wie klingt die griechische Sprache? Hören Sie einen Text auf griechisch!
  • Vorherrschende Glaubensrichtung: Griechische Orthodoxie
  • Staatsform: Republik
  • Staatsoberhaupt: Prokopis Pavlopoulos seit dem 18. Februar 2015
  • Regierungschef: Aléxis Tsípras Premierminister seit dem 26. Januar 2015
  • Währung: Euro
  • Telefonvorwahl: + 30
  • Nationalfeiertag: 25. März
  • Liste der griechischen Abgeordneten im Europäischen Parlament
 

Geschichte

 
Parthénon, Athènes
Parthenon, Athen
©Griechisches Fremdenverkehrsamt
 
Griechenland blickt auf eine mehr als 4000-jährige Geschichte zurück. Da es stets auch Objekt der Begehrlichkeiten des Ottomanischen Reichs gewesen ist, hat es zu mehreren Anlässen Zusammenstöße mit den Türken gegeben.
 
  • 1828 Nach der Niederlage bei der Schlacht von Navarino müssen die Türken die Unabhängigkeit Griechenlands anerkennen.
  • 1830 Im Londoner Protokoll wird die Unabhängigkeit des griechischen Staats bestätigt.
  • 1863 König Georg I. besteigt den Thron (1863-1913).
  • 1912 Griechenland verbündet sich mit Serbien, Bulgarien und Montenegro zum Balkanbund. Dieser besiegt die Türkei (1912-1913).
  • 1914 Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs erklärt Griechenland seine Neutralität.
  • 1917 Die Alliierten zwingen den König, zugunsten seines Sohnes Alexander abzudanken. Dieser überträgt die Regierungsführung an Eleftherios Venizelos; Griechenland tritt auf der Seite der Tripelentente in den Krieg ein.
  • 1919 Im Friedensvertrag von Neuilly-sur-Seine erhält Griechenland eine bulgarische Region, Thrakien, Smyrna und die Mehrzahl der Ägäischen Inseln zugesprochen.
  • 1923 Griechenland und die Türkei ratifizieren den Friedensvertrag von Lausanne. Dieses Abkommen bestätigt den Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern und sieht überdies eine Zwangsumsiedlung der jeweiligen Minoritäten vor; knapp 1,5 Mio. Griechen verlassen daraufhin die Türkei, um sich in Griechenland niederzulassen.
  • 1924 Proklamation der Republik (25. März).
 
  • 1935 Durch einen Staatsstreich wird die Macht an Georg II. übertragen, der ein autoritäres Regierungssystem errichtet.
  • 1940 Angriff der Truppen von Mussolini. Die italienische Armee wird in Albanien zurückgeschlagen.
  • 1941 Einfall deutscher Truppen.
  • 1944-1949 Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und Monarchisten.
  • 1949 Am 9. August tritt Griechenland dem Europarat bei.
  • 1952 Griechenland tritt der NATO bei.
  • 1967 Eine Gruppe von Armeeoffi zieren unter Führung von Oberst Gheorghios Papadopoulos verübt einen Militärputsch. Einrichtung der sogenannten „Diktatur der Obristen“.
  • 1975 Durch eine neue Verfassung wird eine demokratische Republik eingerichtet.
  • 1981 Griechenland tritt der EWG bei.
  • 2004 Sieg der Rechten („Neue Demokratie“) bei den Parlamentswahlen nach elf Jahren Regierungszeit der Sozialisten.
  • 2005 Karolos Papoulias wird für eine Amtszeit von 5 Jahren zum Staatsoberhaupt gewählt.
  • 2007 Die griechische Partei Neue Demokratie des bisherigen Premier Ministers Kostas Karamanlis gewinnt die griechischen Parlamentswahlen.
  • 2009 Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen gewinnt die sozialdemokratische Partei Pasok unter Führung von George Papandreou.
  • 2010 Karolos Papoulias wird in seinem Amt bestätigt.
 

Athen

 
Athènes
Athen
©Griechisches Fremdenverkehrsamt
 
Ihren Namen verdankt die griechische Hauptstadt der Göttin der Weisheit und des Wissens, Athene. Als Drehscheibe des Handels konzentriert Athen allein einen Großteil der griechischen Wirtschaftstätigkeit auf sich, insbesondere dank seines Hafens Piräus. Mit mehr als einem Drittel der Gesamtbevölkerung Griechenlands ist Athen eine äußerst dynamische Hauptstadt, in der zahlreiche Maschinenbau-, Metallverarbeitungs-, Chemie-, Textil- und Nahrungsmittelunternehmen ihren Sitz haben. Die Stadt, die bereits seit der Jungsteinzeit besiedelt ist, hat zahlreiche historische Zeugnisse vorzuweisen. Baudenkmäler wie die Akropolis, die Agora, der Parthenon, der Athene-Tempel oder auch das Dionysos-Heiligtum haben ihr Weltruhm beschert. Athen verzeichnet jedoch ebenfalls eine große Zahl an Bauwerken, die von einer jüngeren Vergangenheit Zeugnis ablegen wie Moscheen aus der Zeit des Ottomanischen Reichs und byzantinische Kirchen. Athen ist eine Stadt der Kontraste mit einer breiten Palette an Epochen, Stilen und Traditionen.
 

Die Olympischen Spiele

 
Athènes 2004
Olympische Spiele von Athen 2004
©Internationales Olympisches Komitee
 
Griechenland ist ebenfalls allseits als Wiege der berühmten Olympischen Spiele bekannt, die heutzutage auf der ganzen Welt als großes Sportereignis begangen werden. Die Ursprünge der Spiele reichen zurück ins Jahr 776 v. Chr., als die ersten Wettkämpfe zu Ehren des Gottes Zeus abgehalten wurden. Ungefähr 1200 Jahre lang fanden in Olympia die Spiele als Ausdruck einer Lebensphilosophie, d.h. des Ideals der Harmonie von Körper und Geist, statt. Zahlreiche Wettkämpfe wurden hier ausgetragen: Diskuswerfen, Speerwerfen, Weitsprung, Wettlauf, Ringen, Reiten. Nur die griechischen Männer waren eingeladen, daran teilzunehmen; Frauen und Sklaven hingegen hatten keinen Zugang zu den Stadien. Die Athleten trainierten im Vorfeld in Trainingslagern, wo sie sich einer intensiven körperlichen Vorbereitung unterzogen. Nach einem Wettkampf wurde nur der Beste ausgezeichnet, wobei diese Sieger dann gleichwohl eine Vielzahl von Privilegien erhielten. Im Jahr 1896 wurden die Olympischen Spiele der Neuzeit von Pierre de Coubertin in Athen ins Leben gerufen. Durch die Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 2004 führte Athen damit diese lange Tradition – wiederum auf deren Heimatboden – fort.
 
 

Europa

 

©EZB
 
Das Wort „Europa“ war ursprünglich der Name einer Gestalt aus der griechischen Mythologie. Europa war die Tochter des Phönizierkönigs Agenor. Als sie eines Tages am Meer spielte, wurde sie von Zeus, der sich leidenschaftlich in sie verliebt hatte, entführt. Zeus hatte sich dazu in einen weißen Stier verwandelt, um der Eifersucht seiner Gattin Hera zu entgehen und führte die junge Prinzessin nach Kreta. Aus dieser Verbindung wurden drei Söhne geboren – Rhadamanthys, Sarpedon und Minos, der künftige König Kretas. Die geographische Bezeichnung Europa, der in einer Hymne an Apollon erstmals belegt ist, bezieht sich auf den Kontinent, auf den die junge Frau entführt wurde und auf dem sie „Mutter von Edelmännern“ wurde. Diese Sage, die auf dem griechischen 2-Euro-Stück mit einem Stier und einer Prinzessin dargestellt ist, hat bis in unsere Tage nichts von ihrer Faszination verloren. Sie belegt überdies, welch’ große Bedeutung der Mythologie in diesem Land auch heute noch beigemessen wird.
 
 

Schon gewusst ...?

 
Feta
Feta
 
Feta ist ein Salzlakenkäse. Er wird aus Ziegen- oder Schafskäse hergestellt. Feta ist griechisch und bedeutet "Scheibe".
 
Fuβball
Griechenland war DER Überraschungssieger in der Geschichte des Fußballs, als es im Jahr 2004 Europameister wurde. Durch den letzten Sieg gegen Portugal, dem Gastgeberland der EM und großer Favorit auf den Meistertitel, hat die griechische Mannschaft alle Prognosen Lügen gestraft und seinen großartigen EM-Auftritt vergoldet.
 
 
 
 
 
Siehe auch
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.