Deutschland

 
Carte allemagne
 
  • Beitritt zur EWG: 1957 (Gründungsmitglied)
  • Beitritt zum Europarat: 1950
  • Fläche: 357 026 km2
  • Bevölkerung: 80,78 Millionen Einwohner (2014)
  • Hauptstadt: Berlin
  • Amtssprache: Deutsch
  • Vorherrschende Glaubensrichtungen: Protestantismus, Katholizismus
  • Staatsform: Republik
  • Staatsoberhaupt: Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident seit dem 12. Februar 2017
  • Regierungschefin: Angela Merkel, Bundeskanzlerin (CDU/CSU)
  • Währung: Euro
  • Telefonvorwahl: +49
  • Nationalfeiertag: 3. Oktober, Tag der deutschen Wiedervereinigung
  • Liste der 99 deutschen Abgeordneten im Europäischen Parlament
 
 
 

Geschichte

 
Porte de Brandebourg
 
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wird 962 durch Otto I. den Großen gegründet und jahrhundertelang von der mächtigen Habsburgerdynastie regiert. Im 16. Jahrhundert leiten die von Luther gegen das Papsttum verkündeten Thesen den Beginn der Reformation ein.
Brandenburger Tor, Berlin
©Berlin-Tourist-information.de
 
 
  • 1815 Der Wiener Kongress begründet den Deutschen Bund, einen Zusammenschluss aus 39 souveränen Einzelstaaten unter dem Vorsitz Österreichs.
  • 1870 Deutsch-französischer Krieg: Deutschland erobert Elsass-Lothringen.
  • 1871 Bismarck ruft das Zweite Reich aus, das die Einigung Deutschlands besiegelt.
  • 1918 Deutschland unterliegt im Ersten Weltkrieg und unterzeichnet den Versailler Vertrag.
  • 1919 Beginn der Weimarer Republik (1919-1933).
  • 1933 Reichspräsident Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler: Geburtsstunde des Dritten Reichs.
  • 1939 Die deutsche Armee fällt in Polen ein. Beginn des Zweiten Weltkriegs. Im Rahmen des Holocausts werden Millionen von Juden grausam ermordet.
  • 1945 Deutschland kapituliert, der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die Alliierten teilen Deutschland und Berlin in vier Besatzungszonen.
  • 1949 Gründung der BRD (Bundesrepublik Deutschland) und der DDR (Deutsche Demokratische Republik).
 
  • 1950 Die BRD tritt am 13. Juli dem Europarat bei.
  • 1955 Die BRD tritt der NATO bei.
  • 1957 Die BRD ist Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
  • 1961 Bau der Berliner Mauer.
  • 1973 Beitritt der beiden deutschen Staaten zur UNO.
  • 1989 Der Fall der Berliner Mauer besiegelt die Vereinigung von Ost- und Westberlinern.
  • 1990 Die politische Wiedervereinigung Deutschlands wird offiziell vollzogen. Die Länder der früheren DDR treten damit der Europäischen Union bei.
  • 1990 Berlin wird zur neuen Hauptstadt bestimmt.
  • 1998 Regierungsübernahme durch die Sozialdemokraten (SPD); Gerhard Schröder wird zum Bundeskanzler gewählt. Im Jahre 2002 wird er wiedergewählt.
  • 2005 Die christdemokratische Bundeskanzlerin Angela Merkel leitet eine Regierung auf Basis einer "groβen Koalition", die von der CDU (und ihrer bayerischen Schwesterpartei CSU) und der SPD gebildet wird.
 

Berlin

 
Bundestag
Bundestag, Berlin
©DZT
Bundestag Berlin
 
Das im Jahr 1237 gegründete Berlin wuchs rasch zu einer großen europäischen Metropole. Mit der Thronbesteigung durch Friedrich III. im Jahr 1701, der unter dem Namen Friedrich I. zum König von Preußen gekrönt wurde, wurde Berlin zur königlichen Residenzstadt. Unter der Regentschaft von Friedrich II. (1740-1786) wurden in Berlin einige architektonische Veränderungen vollzogen, die in den Jahren darauf mit dem Bau von Gebäuden im klassischen Stil aus der Feder großer Architekten wie Knobelsdorff und Schinkelt geführt wurden. In den 1920er Jahren verfiel Berlin in eine kulturelle Euphorie, die mit zahlreichen berühmten Filmen und Theaterstücken, die „wilden Jahre“ prägten. Berlin ist ebenfalls eine sehr geschichtsträchtige Stadt. Die nationalsozialistische Diktatur, der Zweite Weltkrieg, der Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 und ihr Fall im Jahr 1989 ließen die Stadt zu einem Ort der Erinnerung werden. Berlin genießt Weltruhm für sein Filmfestival, seine unzähligen Baudenkmäler wie das prächtige Schloss Charlottenburg, das Brandenburger Tor oder auch das Reichstagsgebäude und für seine Museen wie das Berliner oder das Jüdische Museum. Berlin ist einfach eine begeisternde Stadt, die sich unablässig in Bewegung befindet.
 
 
 

Die Europäische Zentralbank

 
BCE
Das Eurosymbol vor dem Eurotower in Frankfurt am Main
©EZB
 
Die Europäische Zentralbank (EZB), die mit der Währungspolitik der Mitgliedsländer der Eurozone betraut ist, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie wurde 1998 für die Einführung und Verwaltung dieser neuen Währung gegründet und spielt eine Schlüsselrolle in der Wirtschafts- und Währungspolitik der Europäischen Union. Sie hat die Aufgabe, die Preisstabilität in der Eurozone aufrecht zu erhalten, weshalb sie sorgsam über die jährliche Inflationsrate wacht und das Währungsangebot steuert (Festlegung von Zinssätzen für die gesamte Eurozone). Die EZB gliedert sich in drei Entscheidungsinstanzen: Den Rat der Zentralbankpräsidenten als Entscheidungsorgan, welcher die Währungspolitik festlegt, das Direktorium, das diese Politik umsetzt und Anweisungen an die Landeszentralbanken herausgibt und den Erweiterten Rat, der an Beratungen, Beschlussfassung und Absprachen der EZB teilnimmt und die künftige Erweiterung der Eurozone vorbereitet. Seit dem 1. November 2003 steht Jean-Claude Trichet, der ehemalige Präsident der französischen Zentralbank, für eine Amtszeit von 8 Jahren der EZB vor.
 

Schon gewusst...?

 
Die Ode an die Freude
Die Ode an die Freude aus der 9. Sinfonie des deutschen Komponisten Beethoven wurde im Jahr 1985 von den Staats- und Regierungschefs der Union als europäische Hymne ausgewählt. Diese ohne Text angestimmte Hymne, beschwört in der universellen Sprache der Musik die Ideale der Freiheit, des Friedens und der Solidarität, die Europa verkörpert.
Europäische Hymne anhören auf der Homepage Europa
 
Das deutsche Kino
Affiche Good bye Lenin
 
Der zweite Spielfilm des deutschen Filmemachers Wolfgang Becker „Good bye Lenin“ -DIE Entdeckung des Filmfestivals Berlin 2003- erhielt den Filmpreis „Blauer Engel“ für den besten europäischen Film (sowie den französischen Filmpreis „César“ für den besten ausländischen Film). Diese ergreifende Geschichte einer Ostberlinerin, die erst nach dem Fall der Berliner Mauer wieder aus dem Koma erwacht, rührte 6 Mio. Kinogänger in Deutschland und mehr als 9 Mio. insgesamt.

Der Oscar 2006 für den besten ausländischen Film ging ebenfalls an einen deutschen Film: "Das Leben der Anderen". Es handelt sich um einen Spionagefilm aus der Zeit der Stasi in der DDR, in dem es um ein Künstlerpaar geht, das auf Auftrag des Kultusministeriums von einem Agenten überwacht wird. Diese beunruhigende Geschichte dokumentiert die Methoden und Ziele des Ministeriums für Staatssicherheit des ehemaligen Ostdeutschlands.

Trailer "Das Leben der Anderen"
 
Der Käfer
Der berühmte Käfer des deutschen Autoherstellers Volkswagen hält den Rekord in punkto Verkaufszahlen. Dieser „Volkswagen“, der 1936 erstmals gebaut wurde, verkaufte sich weltweit in mehr als zwanzig Millionen Exemplaren.
 
 
 
Nützliche Links
 
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.