Belgien![]()
GeschichteGrand Place, Brüssel ©TBFB Über Jahrhunderte hinweg -seit der Invasion der Franken im 5. Jahrhundert bis zur Einsetzung der Herzöge von Burgund im 14. Jahrhundert- ist Belgien Schauplatz zahlreicher Konflikte gewesen. Nach mehreren Teilungen und verschiedenen Fremdherrschaften erlangte Belgien erst mit der Unabhängigkeitserklärung von 1830 seine eigene Identität.
BrüsselAtomium, Brüssel ©TBFB Die mehr als tausend Jahre alte Stadt Brüssel liegt an der Weggabelung der großen Verkehrsachsen in Westeuropa. Mit ihren 1,1 Mio. Einwohnern und dank der Vielzahl der hier angesiedelten Handels- und Dienstleistungsbetriebe konzentriert Brüssel mehr als 20 % der belgischen Erwerbsbevölkerung. Als Hauptstadt Belgiens übt Brüssel eine große Anziehungskraft auf die großen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen, Verwaltungsorgane und weitere private, öffentliche und internationale Institutionen aus. So ist Brüssel auch der Sitz von zahlreichen Institutionen und Organen der Europäischen Union wie der Europäischen Kommission, des Rats der Union, des Ausschusses der Regionen und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses. Außerdem befindet sich hier ebenfalls der Sitz des NATO-Generalsekretariats. Brüssel ist zudem eine Stadt der Kunst und der Kultur und quillt vor Kunstschätzen geradezu über: Der herrliche Grand-Place, die Königlichen Galerien Saint-Hubert, das Wahrzeichen Manneken Pis und auch das wunderliche Atomium sind hierfür Beispiele und machen aus Brüssel eine Stadt vielfältiger Kontraste. Vom Flohmarkt auf dem Place du Jeu de Balle über den erstaunlichen Chinesischen Pavillon und den Japanischen Turm bis hin zum Justizpalast vereint Brüssel aufs Trefflichste die vielfältigsten Stilelemente, und eine Besichtigung birgt stets einige Überraschungen. ComicsBelgisches Comicmuseum ©TBFB Alles begann im Jahr 1929, als Georges Rémi (Hergé) die ersten Umrisse von „Tim“, einem kleinen Reporter, der auf dem ganzen Planeten herumkommen und sogar der erste Mensch auf dem Mond werden sollte (!), aufs Papier kritzelte. Im Jahr 1938 gab der belgische Verleger Dupuis erstmals den wöchentlich erscheinenden Comic „Spirou und Fantasio“ heraus. Dies bildete eine weitere bedeutende Etappe in der Comic-Geschichte, da diese Zeitschrift rasch zu einer richtiggehenden Schule für belgische Comic-Zeichner wurde. Wegen seines enormen Erfolges fand es bald Nachahmer: Franquin mit seinem „Gaston“, Peyo mit „Die Schlümpfe“, Morris mit „Lucky Luke“. 1946 wurde das „Journal de Tintin“ (Tim und Struppi) von Raymond Leblanc gegründet. An ihm arbeiteten Autoren wie Edgar P. Jacobs, der Schöpfer von „Blake und Mortimer“, Jacques Martin von „Alix”, Greg von „Achille Talon” (Achilles Ferse), Tibet und André-Paul Duchâteau von „Rick Master“ und auch Jean Roba von „Boule und Bill” mit. Belgische Comics sind auch heute noch so spannend und vielfältig wie eh und je. Unter den talentierten Zeichnern und Autoren sind Jean Van Hamme und Philippe Francq mit „Largo Winch“, Tome und Janry mit „Der kleine Spirou“, Yves Swolfs mit „Durango” und Philippe Geluck mit seinem unbeschreiblich komischen „Ich, Sokrates“ besonders hervorzuheben. Brüssel ist die unumstrittene Hauptstadt des Comics. Durch sein Comic-Zentrum (Centre Belge de la Bande Dessinée) und mit seinen überall zu findenden Wandzeichnungen wird dies noch einmal bestätigt. Belgische Pralinen![]() Die berühmten belgischen Pralinen ©Neuhaus chocolat Gegen 1850 verlässt Jean Neuhaus seine Heimat Neuchâtel, um sich in Brüssel niederzulassen und mit seinem Schwager, einem Apotheker, eine „Pharmazeutische Confi serie“ im Geschäft mit der Nr. 23 der „Galerie de la Reine“ zu gründen. Neuhaus setzt bei der Fertigung seiner Produkte bereits in großem Maße auf Schokolade als Zutat. Als er seinen Bekanntheitsgrad steigen sieht, gründet der begeisterte Chocolatier 1895 mit seinem Sohn Frédéric die Gesellschaft „Confiserie et Chocolaterie Neuhaus-Perrin”. Nach dem Tod von Frédéric übernimmt dessen Enkel, der ebenfalls den Vornamen Jean trägt, die Confi serie und schafft es 1912 – dank einer von ihm selbst erfundenen Technik – endlich, die erste mit Schokolade gefüllte „Praline” auf den Markt zu bringen. Im Jahr 1915 entwickelt er mit seiner Frau Louise Agostini eine weitere Neuheit: die Pralinenschachtel (die berühmte „Ballotin” mit Aussparungen für die Pralinen), welche die Verpackung der Pralinen revolutionierte, weil sich dadurch die Spitztüten, in denen das Naschwerk häufig zerdrückt wurde, vorteilhaft vermeiden ließen. Auch heute kommt man bei Spaziergängen durch Brüssel nicht umhin, die Schaufenster der berühmten Chocolatiers wie Neuhaus, Godiva, Léonidas, Côte d’Or, Galler und Marcolini zu bewundern, die alle auf ihre Weise Anteil an der Geschichte der Schokolade hatten. Schon gewusst ...?Diamanten ![]() Diamanten ©TBFB Dem Diamanten, diesem wunderbaren Edelstein, kommt in Belgien eine beträchtliche Bedeutung zu, denn 90% aller Rohdiamanten der Welt werden im belgischen Antwerpen gehandelt. Belgisches Bier ![]() Belgisches Bier ©TBFB In Belgien werden mehr als 500 verschiedene Biere gebraut: Weißbiere, untergärige Biere, obergärige Biere, Braunbiere, Fruchtbiere, Leichtbiere, Starkbiere, Bitterbiere... und jährlich mehr als 10 Mio. Hektoliter abgesetzt. Drei Sprachgemeinschaften „In Vielfalt geeint“ – dieses europäische Motto könnte ebenso für Belgien mit seinen drei Sprachgemeinschaften (einer französischen, einer niederländischen und einer deutschen Sprachgruppe) gelten. Broschüre " Die Union der 25 - Eine neue Dimension für Europa" PDF (3.11 Mb) Broschüre erstellt im Jahr 2005 Das nächste Land | Foto des MonatsEuropäische Agenda
11 März 2010 Vom 17 März 2010 bis zum 19 März 2010 |