Drapeau Andorre Andorra

 
 
carte Andorre
© Europäische Kommission
 
  • Beitritt zum Europarat : 1994
  • Fläche : 467,7 km²
  • Bevölkerung : 85 458 Einwohner (2014)
  • Hauptstadt : Andorra la Vella
  • Amtssprache : Katalanisch
  • Religion : Katholisch
  • Staatschef : Präsident der Französischen Republik, François Hollande und der Bischof von Seu d’Urgell (Spanien), Joan Enric Vives.
  • Regierungschef : Antoni Marti (seit dem 12 May 2011)
  • Währung : Euro
  • Staatsform : Parlamentarisches Co-Fürstentum
  • Telefonvorwahl : + 376
  • Nationalfeiertag : 14. März und 8. September
 

Geschichte

 
Lac de JuclarDie erste urkundliche Erwähnung Andorras ist die Kaisersatzung Karls des Kahlen im Jahre 843. Darin vererbt er dem getreuen Sunifred (Graf von Surgell) unter anderem das Tal von Andorra, das sich in der Region Surgell befindet. Die Ursprünge des Co-Fürstentums befinden sich im unterschriebenen Vertrag aus dem 13. Jahrhundert zwischen dem Bischof von Urgell und dem Grafen von Foix. Im 16. Jahrhundert wurden die Rechte des Grafen als Cofürst an die französische Krone übergeben.

See von Juclar
© Ständige Vertretung Andorras im Europarat
 
  • 1419 Legitimierung des "Consell de la Terra" (Rat von la Terra), Vorgänger des Generalrates Andorras (aktuelles Parlament)
  • 1748 Antoni Fiter i Rossell verfasste das "Manual Digest" der neutralen Täler von Andorra. Das Werk ist eine Zusammenfassung der Geschichte, der Bräuche, der Privilegien und der politischen Organisation Andorras. Es schlägt den andorranischen Politikern ebenfalls Richtlinien und Maximen für ihre Politik vor.
  • 1763 Veröffentlichung des "El Politar andorrà", ein Werk, das das "Manual Digest" verbreitet. Im Laufe der Jahrhunderte sind die zwei Texte zu einem unausweichlichen Bezugspunkt für die andorranischen Politiker geworden.
  • 1806 Imperiale Verordnung von Napoleon am 27. März, welche die alten politischen und administrativen Anbindungen an Frankreich wiederherstellt. Sie waren als Folge der Französischen Revolution abgeschafft worden.
  • 1866 Ein Demokratisierungsprozess beginnt mit der Neuen Reform "La Nova Reforma", die das Wahlsystem modernisiert.
  • 1933 Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts durch den Generalrat.
  • 1978 Institutionelle Reform, nach zweimaliger Befragung des Volkes. Der Bericht bezieht sich auf die internationale Anerkennung Andorras als Rechtsstaat, auf die Gewaltenteilung und auf die Abgrenzung der Kompetenzen zwischen den Gemeinden und dem Generalrat. Ausdehnung des Wahlrechts: Wahlrecht und Wählbarkeit von Frauen und Ausdehnung der Volljährigkeit.
 
  • 1981 Die Kofürsten verordnen die Schaffung eines exekutiven Rates.
  • 1991 Abkommen für eine Zollunion mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft für eine gewisse Anzahl von Produkten.
  • 1993 Am 14. März stimmt das andorranische Volk durch Volksentscheid der ersten Verfassung zu, die am 4. Mai in Kraft tritt.
  • 1994 Beitritt Andorras zum Europarat.
  • 2000 Unterzeichnung der Konvention zwischen dem Fürstentum Andorra, dem Königreich Spanien und der Republik Frankreich bezüglich der Einreise, der Reisefreiheit, des Aufenthalts und der Niederlassung ihrer Staatsbürger. Ein zweites Übereinkommen wurde 2003 unterzeichnet. Die Bedingungen für die Einrichtung eines ständigen Wohnsitzes in Frankreich oder Spanien sind für die andorranischen Staatsbürger mindestens genauso einfach wie für Bürger anderer EU-Mitgliedsstaaten.
  • 2002 Durch seine finanzpolitischen Verträge mit Spanien und Frankreich gehört Andorra de facto zur Euro-Zone.
  • 2004 In den Bereichen der Umwelt, der Kultur, der Bildung, des Verkehrs und der Regionalpolitik wird ein neuer Kooperationsvertrag mit der EU abgeschlossen.
  • Juli 2011 : Unterzeichnung des Währungsabkommens mit der Europäischen Union.
 

Andorra la Vella

 
la capitaleDie Pfarrgemeinde Andorra la Vella befindet sich fast im Zentrum des Fürstetums sowohl aus geografischer Sicht als auch im Blick auf das Kommunikationsnetzwerk. So ist Andorra la Vella, die Hauptstadt des Fürstentums, die wichtigste Stadt in den andorranischen Tälern. Die Stadt ist hauptsächlich bekannt für ihre Geschäftsstraße « l’avenue de Meritxell » und seine Läden "ohne Steuern" . Sobald man sich jedoch etwas von ihr entfernt, befindet man sich inmitten der Natur. Andorra la Vella bietet einige Schönheiten der romanischen Kunst wie die Kirche von Santa Coloma oder die Margineda-Brücke. Auf 1029m Höhe ist sie die höchstgelegene Stadt Europas. Die Stadtstruktur ist geprägt von mittelalterlichen Charakterzügen, die in einem originellen Kontrast zu den unterschiedlichen modernen Einrichtungen stehen. Im Quartier de Pui findet man den größten Teil der wichtigsten Organisationen und Institutionen des Fürstentums: Heute Sitz des Generalrats der Täler Andorras stellt die Casa de la Vall ein symbolträchtiges Bauwerk von historischer Bedeutung dar.
Das Wort "Vella" heisst Stadt und ist abgeleitet vom Wort "vela". Andorra la Vella heißt somit "Andorra die Stadt" und nicht "Das alte Andorra" wie es oft irrtümlich genannt wird.

Foto: Andorra la Vella im Sommer
© Ständige Vertretung Andorras im Europarat
 

Land des Schnees, Land der Kultur

 
Land des Schnees

pays de la neigeAndorra verfügt über das größte Skigebiet der Pyrenäen. Grandvalira und Vallnord besitzt über eine Fläche von 3.075 Hektar, 282 km lange Pisten,109 Skilifte und 1384 Schneekanonen. Dieses Angebot gemeinsam mit dem Wintersportgebiet von Rabassa « Naturlandia », machten Andorra zum einzigartigen Land des Schnees.

Die Pisten von Soldeu-el-Tarter
© Ständige Vertretung Andorras im Europarat



Land der Kultur

traditionDas kulturelle Leben in Andorra zählt immer mehr Veranstaltungen. Die Aktivitäten finden während des ganzen Jahres statt dank der ständigen Infrastruktur, über die das Land verfügt: das Nationalauditorium von Ordino, der Ausstellungsraum der Regierung, das Kulturzentrum und das Ausstellungszentrum von Sant Julià de Lòria, das Stadttheater und das Kongresszentrum der verschiedenen Gemeinden.
Des Weiteren gibt es in Andorra einige wichtige Kirchen, die im ganzen Land verteilt sind. Die Kirchen romanischer Architektur sind ein wertvolles und einzigartiges kulturellles Erbe. Diese architektonischen Bauwerke integrieren sich vollenst in die Landschaft und verleihen ihr einen besonderen Charme. Andorra ist Teil eines geographischen Gebiets, in der die kulturelle Wiedergeburt römischer Kunst mit der größten Intensität stattfand.
Unter diesen wahren Juwelen der römischen Kunst befinden sich Kirchen wie Sant Joan de Caselles (Canillo), Sant Romà de les Bons (Encamp), Sant Martí de la Cortinada (Ordino), Sant Climent de Pal (La Massana), Santa Coloma (Andorra la Vella), oder Sant Serni de Nagol (Sant Julià de Lòria) und Sant Miquel d’Engolasters (Escaldes-Engordany).
Die bürgerliche Architektur wird durch die Margineda-Brücke (Andorra la Vella) repräsentiert, die die größte mittelalterliche Brücke darstellt, sowie durch die Brücke von Sant Antoni in La Massana.

Foto: Traditionelle Kostüme
© Ständige Vertretung Andorras im Europarat
 

Schon gewusst... ?

 
  • Das Tal von Madriu-Perafita-Claror, UNESCO Weltkulturerbe
village pittoresqueDie kulturelle Landschaft des Tales von Madriu-Perafita-Claror steht seit 2004 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Seine spektakulären Landschaften mit zerklüfteten Bergen und Gletschern, mit seinen Almen und seinen tief bewaldeten Tälern, machen ein Gebiet von 4 247h aus, d.h. 9% der Fläche Andorras. Das Tal spiegelt den Klimawandel, die Wirtschaftsbedingungen und die Sozialsysteme, sowie die Fortdauer der Weidewirtschaft und der Kultur der Bergbewohner wieder. Dies erkennt man besonders an einem System der kommunalen Gebietsverwaltung, das noch aus dem 13. Jahrhundert stammt. Das Gelände, letztes Gebiet des Landes ohne Verkehrsstraßen, besteht vorwiegend aus Sommerhütten für die Schäfer, terrassenförmigen Feldern, Schotterwegen und Resten von Schmelzhütten.

Foto: Ländliches Dorf Les Bons
© Ständige Vertretung Andorras im Europarat
 
Quellen:
Andorre la Vieille
http://www.andorratoerisme.com/fr/algemeen_comuns_andorralavella.lasso
Geschichte
http://www.tourisme-andorre.net/decouvrir.html
und Ständige Vertretung Andorras im Europarat
 
 
 
Siehe auch
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.