drapeau Albanien

 
carte Albanie
© Europäische Kommission
 
  • Beitritt zum Europarat : 1995
  • Fläche : 28 748 km2
  • Bevölkerung : 2,89 Millionen Einwohner (2014)
  • Hauptstadt : Tirana
  • Amtssprache : Albanisch
  • Staatsform: Parlamentarische Republik
  • Staatschef : Bujar Nishani Präsident seit dem 11. Juni 2012.
  • Regierungschef : Edi Rama, Premierminister
  • Währung : Albanischer Lek
  • Telefonvorwahl : + 355
  • Nationalfeiertag : 28. November
 

Geschichte

 
Albanie ruinesIm Zusammenfluss von griechischer, romanischer, italienischer und türkischer Kultur gelegen erfreut sich Albanien eines kulturellen Erbes aus dem gesamten Mittelmeerraum. Unglücklicherweise war Albanien oft Schauplatz der vielen Konlfikte und politischen Unruhen, die den Balkan beherrschen. Es wurde von den großen europäischen Konflikten, insbesondere dem Kosovokonflikt, stark in Mitleidenschaft gezogen. Albanien stellt dabei jedoch für die NATO und die Vereinigten Staaten einen wichtigen Brückenkopf dar, der in der Region eine Schlüsselrolle spielt.

Foto © Botschaft Albaniens in Frankreich
 
  • 1912 Unabhängigkeit Albaniens nach vier Jahrhunderten osmanischer Herrschaft
  • 1920 Kongress von Lushnja, Tirana wird Hauptstadt.
  • 1939 Angliederung ans faschistische Italien
  • 1941 Rückzug Italiens nach der Niederlage gegen die Griechen. Gründing der albanischen kommunistischen Partei.
  • 1943-1944 Besetzung von der deutschen Armee und Befreiung
  • 1946 Enver Hoxha gründet die Volksrepublik Albanien.
  • 1948 Bruch mit Tito
  • 1961 Bruch mit der UdSSR und Unterstützung von China. Später verlässt Albanien auch den Warschauer Pakt.
  • 1967 Absolutes Verbot jedwede Religion zu praktizieren
  • 1978 Bruch mit China
  • 1992 Handels- und Kooperationsabkommen mit der EU. Wählbarkeit in den Fond des europäischen Programms PHARE (Gemeinschaftshilfeprogramm für die Länder Mittel- und Osteuropas).
 
  • 1994 Albanien wird Mitglied der Organisation, die später zur OSZE wird.
  • 1995 Albanien wird Mitglied des Europarats (Juli) und nimmt am Programm "Partnerschaft für den Frieden" der NATO teil.
  • 2006 Unterzeichnung des Abkommens über die europäische Politik im Bezug auf die östlichen Balkanstaaten.
  • 2008 Inkrafttreten des Abkommens zur Vereinfachung der Visaausstellung
  • 2009 Anlässlich des Gipfles Straßburg-Kehl wird Albanien Mitglied der NATO. Inkrafttreten des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens mit der EU und Einreichung des Mitgliedschaftsantrags.
  • 2010 Abkommen zur Liberalisierung der Visabestimmungen mit der EU.
  • 2014 Albanien ist offiziell ein Beitrittskandidat für EU geworden.
 

Tirana

 
TiranaDas Gebiet rund um Tirana wurde schon seit der Jungsteinzeit besiedelt: Der fruchtbare Boden zwischen der Adria und dem östlichen Albanien war reich an Wald und Wasser. Heute wurde dort der Nationalpark Dajti eingerichtet um die Schönheit der Natur zu bewahren.
Ofiziell gegründet wurde Tirana 1614 vom osmanischen General Sulejman Pasha, der dort eine Moschee, eine Bäckerei und türkische Bäder errichten ließ. 1920 dann infolge des Kongresses von Lushnja wird Tirana auf Initiative der provisorischen Regierung Hauptstadt Albaniens. Dank seiner Agrarproduktion, der Textilindustrie, der pharmazeutischen und mechanischen Industrie konnte sich Tirana im 20. Jahrhundert erfolgreich entwickeln. Ab den 60er Jahren erlebte Tirana eine rasante demographische Entwicklung, die in den 90er Jahren sogar noch zunahm als mehr und mehr Zuwanderer aus dem Norden des Landes und Flüchtlinge aus dem Kosovo eintrafen.
Die Stadt ist heute industrielles und kulturelles Zentrum des Landes und versucht ebenfalls den Tourismus voranzutreiben. Die große Mehrheit der Sehenswürdigkeiten Tiranas liegen im Zentrum der Stadt rund um den Platz des Nationalhelden Skanderberg - Freiheitskämpfer Albaniens gegen die Türken. Es befinden sich dort unter anderem das Nationale Historische Museum und die Pyramide, die früher das Mausoleum Enver Hoxhas war und heute Ausstellungen Platz bietet. Die sehenswerten Bauten der Stadt stammen aus verschiedensten Epochen der Geschichte Tiranas: die Moschee Et’hem Bey datiert von 1794, der Glockenturm von 1821 und die Tabakkane-Brücke auf dem rechten Flussufer der Lana stammt aus der Zeit der Herrschaft des Osmanischen Reiches (17./18. Jahrhundert). Dazu kommen Gebäude einerseits im sowjetischen Stil wie die Oper und der Kulturpalast sowie andererseits Bauten aus der Zeit der italienischen Besatzung in faschistischem Stil.

renaissance d'une ville renaissance d'une ville renaissance d'une ville
Fotos:Tirana : Copyright Shqiperia Com
Tirana, Wiedergeburt einer Hauptstadt
© tirana.gov.al
 

Mutter Teresa

 
personnalité"Von meinem Blut bin ich Albanerin. Von meiner Nationalität bin ich Inderin. Von meinem Glauben bin ich eine katholische Religiöse. Was meine Berufung angeht gehöre ich der ganzen Welt. Was mein Herz angeht, so gehört es einzig und allein dem Herzen Jesus Christus."

Mutter Teresa, Oslo, Zeremonie des Friedensnobelpreises

Mutter Teresa ist eine der markanten Figuren des 20. Jahrhunderts.
Geboren wurde sie zu Beginn des ersten Weltkrieges als drittes Kind einer albanischen Familie in Skopje unter dem bürgerlichen Namen Agnes Gonxha Bejaxhiu. Als sie mit neun Jahren ihren Vater verliert, gründet ihre Mutter einen kleinen Familienbetrieb um ihre Kinder ernähren zu können. Als sie 18 Jahre alt war, äußerte Agnes den Wunsch Missionarin zu werden. 1929 wurde sie so nach Indien geschickt, ein Land, das zu ihrer zweiten Heimat wurde und dessen Nationalität sie 1947 annahm. In Darjeeling legte sie ihr erstes Gelübde ab. Von 1929-1946 lehrte sie an der St. Mary's School in Kalkutta bis sie dort zur Direktorin ernannt wurde. Sehr betroffen von der Misere in den Slums beschließt sie ihre Arbeit auf diese Armenviertel zu konzentrieren. So entsteht 1947 die erste von ihr eröffnete Schule in den Slums von Kalkutta. Ein Jahr später erhält sie vom Papst die Erlaubnis ihr Kloster zu verlassen und sich der Arbeit mit den Ärmsten der Armen zu widmen. Sie kleidet sich in einen weißen Sari mit blauer Borte und gründet 1950 den Orden "Missionarinnen der Nächstenliebe". Im weiteren Verlauf ihres Lebens kümmert sie sich in bemerkenswerter Weise um Waisenkinder, insbesondere indem sie für sie Pflegefamilien sucht und Schulen gründet.
 

Schon gewusst ...?

 
  • Kulinarische Tradition
byrekGenau wie sein kulturelles Erbe im Allgemeinen, so ist auch die albanische Küche am Scheideweg zwischen dem Geschmack des Orients und des Okzidents geboren. Mit ihrer daher rührenden Vielfalt ist die albanische Küche eines der Flaggschiffe der Kultur dieses Landes. Sie wird vor allem von frischen Produkten (Gemüse, Früchte, Milchprodukte), gegrilltem Fleisch (mish zgare) und Suppen charakterisiert. Einige der bekanntesten und beliebtesten Gerichte sind zum Beispiel das Byrek, ein Blätterteig mit Spinat oder Käse gefüllt, das tiranische Fërgesë, eine Mischung aus Joghurt und Fleisch, das Qofte aus Korça, Hackfleisch in einer pikanten Sauce oder das Gliko aus Përmet und Korça, eine Art Marmelade aus Äpfeln oder Birnen. In den Städten nahe der Adriaküste oder der Flussläufe gibt es eine große Auswahl an Fisch von höchster Qualität (Dorade, Barsch und Seelachs gibt es an der Küste; an Süßwasserfischen sollte man sich den Karpfen aus Shkodër und den berühmten Koran merken, eine Art Lachsforelle aus dem See von Pogradec).

Foto: Byrek; Naturerbe © Greg Ronnen

  • Betrug
le saviez-vous1913 schafft es ein Clownsduo einen der größten Coups der Geschichte zu landen. Der aus Deutschland stammende Gauner Otto Witte hatte die Identität eines Clowns angenommen und entschied sich für den Neffen des Sultans, den Prinzen Halim Eddin, auszugeben. Geholfen wurde ihm dabei von seinem Partner Max Schlepsig, den er während eines Aufenthalts im Gefängnis von Barcelona kennen gelernt hatte, als er dort seine Strafe für Betrügerei absaß. Otto Witte ließ sich sogar zum König krönen, nahm so den Namen Otto I an und erklärte dann Montenegro den Krieg. Nachdem er ein paar Tage später doch entlarvt wurde, flüchtete er mit einem Teil des Staatsschatzes.

Deutsche Postkarte zu Otto Witte, © ansichtskarten-pankow.de
 
Quellentext:
www.albanian.com/
http://www.amb-albanie.fr/
www.nobel-paix.ch/
http://www.ambafrance-al.org/
http://www.heimbacher-infoblatt.de/
 
 
 
Siehe auch
 
 

Foto des Monats

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Europäische Agenda


    • 26 Juni 2017

      Internationaler Tag zur Unterstützung der Folteropfer

    • Der internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer ist ein Gedenktag, der am 26. Juni 2016 begangen wird. Im Jahr 1997 wurde er durch die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (UN) beschlossen. Er wird auch Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter genannt und erinnert an die UN-Antifolterkonvention. Diese trat am 26. Juni 1987 nach Ratifizierung durch 20 Mitgliedsstaaten in Kraft.